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Magazin für die Wissenschaft des Judenthums · 1884-01-01 · 1 (1884) · p. Seite 37

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Journal
Magazin für die Wissenschaft des Judenthums
Volume
11 (1884)
Issue
1 (1884)
Date
1884-01-01
Page
Seite 37 (sequence 40)
Language
German
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Uebcr den Kaiserschnitt im Talmud. 37 des Rabina erwähnten, aus der Gebärmutter fließenden Blut das, wie Raschi meint, in den drei Tagen vor der Geburt beim schweren Gebäracte fließende gemeint ist, dann ist ja die סיפא der Boraitha nicht um ein Jota anders, als die רישא, und so liegt die Frage des R. Joseph היינו רישא so ganz plump oben auf, daß es mir unmöglich ist, zu glauben, Rabina hätte sie ignorirt*). Wenn ferner mit dem hier in Rede stehenden Blute das vor der Geburt fließende gemeint ist, so frage ich, ob für das Herauskommen dieses Blutes es noch einen andern Weg giebt, als den aus der Gebärmutter, da ja die Operation noch nicht gemacht ist; es sind also in der Erklärung des Rabina die Worte ודם דרך ררם*) ganz über« flüssig. Ich erkläre daher diese Talmudstelle folgendermaßen. Die Boraitba bringt in der ersten Abtheilung דישא die Meinungsdifferenz der Rabbanan und des R. Simon analog der Stelle in der Mischnah, indeß ist bereits in der ersten Abtheilung dieser Boraitba etwas Anderes gesagt, als in der Mischnah; denn nach den Rabbanan der Mischnah ist die Wöchnerin nicht als Niddah zu betrachten, אין יושבין עליו ימי טומאה, während sie hier durch den in der Vorgeburtsperiode 3 Tage lang andauernden Blutfluß nicht zu erschweren; es ist mir daher angenehm, hier Gelegenheit zu finden, diesen allerdings etwas schwierigen Gegenstand klarzustellen. נ) Durchaus nicht so ״plump״; im Gegentheil moniren Tosaphot 41a Ende, daß selbst nach den Rabbanan wie oben 8 d keine Unreinheit bewirken sollte und müssen einen Unterschied gegen dort constatiren, Grund genug für die Boraitha, dies zu constatiren. Ja, ,'auch die 2. Frage des R. Josef (ועוד משם מקום ולד משמע) dürfte durchaus nicht so sehr gravirend sein; das משם kann sehr wohl euphemistisch und in bekannter talmudischer Decenz gerade den Gegensatz zum sON bilden und das «dort״ (nämlich מקום התורפה) andeuten. Wer mit dem Lommentar des רץ zu נרדם bekannt ist, wird zugeben, daß dort subtilere Rechtfertigungen ähnlicher widerlegter Antworten sich finden.r. 2) Gerade im Gegentheile, der Vordersatz in Rabina's Ausspruch ist absolut überflüssig, denn er steht ausdrücklich in der Boraitha, er ist nur um des Gegensatzes im Nachsatze (ודם דרך רתם), daß eben das Blut nicht aus dem Orte kommt, von dem das Neugeborene herausgeholt.

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