Magazin für die Wissenschaft des Judenthums
- Journal
- Magazin für die Wissenschaft des Judenthums
- Volume
- 11 (1884)
- Issue
- 1 (1884)
- Date
- 1884-01-01
- Page
- Seite 36 (sequence 39)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 96% known words query
- IRI
…/2572068-2572085-2572086--2044-2574190- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
- Rashi 1× ep/1002670
OCR text
36 Dr. Rawttzki. heilen sich einstellen, als bet schwächlichen. BedeNkt man nun noch, daß das orientalische Klima eine sehr günstige Gelegenhettsursache für die Entwickelung von Wundkrankheiten und Wundeiterungen abgiebt, so wird man, glaube ich, die ״Hinfälligkeit meines Beweises" doch nicht so leicht einsehen. 3) In dem Nicldah 41 a erwähnten Falle, wo eine Frau sich 3 Tage lang in Kindesnöthen befand und dann I. D. stattfand, sagt der Recensent: ״Muß denn sofort ein Arzt zur Stelle gewesen sein"? Darauf erwidere ich, daß zwischen sofort und 3 Tagen ein gewaltiger Unterschied ist. Was nun aber die Möglichkeit der Hoffnung anbelangt, daß die Geburt bis dahin normal verlaufen könnte, so brauche ich nur auf die oben erörterte Jndication für diese Operation zu verweisen, um die Hinfälligkeit dieses Einwandes einzusehen. Denn wenn das Mißverhältniß zwischen mütterlichem Becken und Kind so groß ist, daß selbst nach anstrengender Geburtsthätigkeit von 3 Tagen die Geburt normal nicht zu Stande kommen kann, dann nimmt der Arzt es entschieden viel früher wahr und richtet darnach seine Handlungen ein'). 4) Hier will nun der Recensent meinen Beweis dadurch vollständig erschüttert wissen, daß er mehrere irrthümliche Auffassungen der betreffenden Talmudstelle meinerseits richtig stellt. Nun, ich behaupte, die betreffende Talmudstellelle nicht irrthümlich aufgefaßt zu haben und will diese meine Behauptung auch beweisen. Allerdings besteht die Richtigstellung dieser Talmudstelle von Seiten des Recensenten einfach darin, daß er der Auffassung Raschi's folgt; aber auch ich habe vor der Veröffentlichung meiner Arbeit die Erklärung Raschi's ganz gewiß nicht nur einmal, sondern mehrere Male gelesen, und dennoch bin ich von dieser Erklärung aus folgendem Grunde abgewichen * 2). Wenn nämlich mit dem in der Erklärung *) Dieser Beweis ist mit der vorherigen Bem. beseitigt. Red. 2) Da meine Arbeit hauptsächlich für Mediciner bestimmt war, welche mit der eigenthümlichen Art der talmudischen Deductionen nicht vertraut sind, so wollte ich diese Auseinandersetzung daselbst nicht anführen, um dem b etreffenden Lesepublikum das Verständniß der Sache