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Magazin für die Wissenschaft des Judenthums · 1884-01-01 · 1 (1884) · p. Seite 25

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Journal
Magazin für die Wissenschaft des Judenthums
Volume
11 (1884)
Issue
1 (1884)
Date
1884-01-01
Page
Seite 25 (sequence 28)
Language
German
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Bemerkungen zur Kritik der Mischna. 25 Lev. 17, 1 ff. mit der Controverse des R. Jsm. u. R. Ak. in Cholin 16 b f. (Die Ansicht R. Jsmaels nnd dessen Auslegung von Lev. 17 findet man präcisirter in Wajikra rabba o. XXII, der sie wahrscheinlich aus der Mechilta des R. Jsmael geschöpft hat, vgl. Sifre zu Deut. 75 u. w. unten). So ist der von der Schule des R. Akiba redigirte Midrasch als 3תנא 21׳!״, der maßgebende Midrasch des Lehrhauses, bezeichnet worden. Sehr häufig wird Sifra als eine Baraita des R. Chija (תני ד חייא) citirt. Es war also wahrscheinlichst, wie schon Malbim behauptet, R. Chija der letzte Redactor des Sifra gewesen, wenn auch später noch Nachträge Hinzugekommen sein mögen, vgl. Lerner im Magazin 1880 S. 218ff. Die Differenzen zwischen der Auslegung des R. Jsmael und des R. Akiba mochten zahlreich gewesen sein. Wäre uns auch der Midrasch des R. Jsmael zu Levit. erhalten geblieben, so würden wir vielleicht durch Vergleichung der beiden Midraschim die gemeinsame ältere Grundlage eruiren und dadurch einen Einblick in den alten Midrasch, die Quelle der ersten Mischna, gewinnen können. Es liegt uns indeffen nur der Midrasch aus der Schule R. Akiba's vor, der au vielen Stellen blos als die Grundlage der letzten ebenfalls aus der Akiba'schen Schule hervorgegangenen Mischna betrachtet werden kann. Die beiden Talmude citiren aber oft Baraitot aus der Jsmaelitischen Schule (vgl. oben S. 6), deren stete Vergleichung mit dem Sifra und der Mischna manche interessante Resultate liefern dürfte. Es ist nach dem oben (S. 4) Bemerkten ganz natürlich, daß die Vertreter der Jsmael'schen Schule, R. Josia und R. Jonathan, in dem eigentlichen Sifra nicht Vorkommen. Blos in dem wahrscheinlich aus der Mechilta des R. Jsmael später hinzugefügten Theile im Abschnitte קרושים werden sie zweimal genannt (vgl. Friedmann l. c. p. 65 und Frankel, hodeg. p. 147). 24) Dagegen besitzen wir einen halachischen Midrasch aus der Schule des R. Jsmael zu einem großen Theile des Exodus, bekannt unter dem Namen ״Mechilta", der besonders unsere Aufmerksamkeit verdient.

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