Magazin für die Wissenschaft des Judenthums
- Journal
- Magazin für die Wissenschaft des Judenthums
- Volume
- 11 (1884)
- Issue
- 1 (1884)
- Date
- 1884-01-01
- Page
- Seite 21 (sequence 24)
- Language
- German
- Belongs to
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Bemerkungen zur Kritik der Mischna. 2t dessen Schülern ausgeführt wurde, in die Mischna des R. Mei'r und in Folge dessen auch in die Mischna Rabbi's keine Aitfnahme fand. 22) Die meistert Controversen zwischen R. Jsmael und R. Akiba sind wohl nur theoretischer Natur gewesen, indem die Lehrweise und die Schriftauslegnng des Einen von der des Andern bedeutend differirte, während in der Praxis verhältnißmäßig nur wenige Differeitzen zwischeit beiden Tannaim vorkamen. Dies bewog wohl R. Akiba die Halacha zu fixiren itnb auch die praktischen Differenzen zwischen sich und seinem Antagoitisten festzustellen, um so die weiteren Spaltungen zwischen den beiden Schuleir zu verhindern. In ähnlicher Weise ist auch bei den Controversen zwischen Bet-Schammai und Bet-Hillel durch die erste Mischna-Redaction für die Lehre eine einheitliche Grerndlage geschaffen worden; vgl. ״die erste Mischna" S. 48 k. Wie aber die Lehr-Methode uttd Schrift-Exegese der beiden Tannaim sich von einander unterschiedetl, dies war noch beit Amoräern klar und wird besonders im jerusalemischen Talimtd sehr oft deutlich genug ausgesprochen, indem bei der Deducirung einer Lehre aus der Schrift häufig hinzugefügt wird: עד כחן כרבי עקיבה, כרבי ישמעאל1 121׳, womit angezeigt wird, daß die vorangegangene Schriftdeutung nur nach der Methode des R. Akiba zulässig, nach R. Jsmael aber eine andere Deduction zu sucheil sei. Es findet sich diese Formel ml folgenden Stellen des Jeruschalmi: Berachot VII, 11a; Orla II, 62 a; Sabbat VII, 9ä; XIX, 17a; Pesachim II, 29°; IX, 36°: Joma VIII, 45a; Rosch haschanah III, 58ä; Megilla IV, 74 ä; Chagiga III, 79 b; Jebamot I, 2 b; VI, 7 b; VIII, 8°; 8ä; Sota V, 20b; VII, 21ä; VIII, 22b; Nedarim I, 36°; Gittin VIII, 49b; Kidduschin I, 59a; 59ä; II, 62a; Sanhedrin III, 21°; VII, 24°; 25a; Schebuot I, 326; IV, 35b; VII, 38 b; 38°; vgl. ferner Pea I, 16°; Maaser scheni I 52 ä; Sabbat XV, 15b; Erübin III, 20°; Pesachim I, 27a; Chagiga II, 77a; Moed katan III, 83°; Sota V, 20»; Sanhedrin VII, 24d.