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Magazin für die Wissenschaft des Judenthums · 1884-01-01 · 1 (1884) · p. Seite 18

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Journal
Magazin für die Wissenschaft des Judenthums
Volume
11 (1884)
Issue
1 (1884)
Date
1884-01-01
Page
Seite 18 (sequence 21)
Language
German
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18 D. Hoffman«. 38k.). Allein noch weittragender und einschneidender als die früheren Controversen müssen die Meinungsverschiedenheiten zwischen R. Jsmael und R. Akiba, sowie zwischen deren Schulen sich gestaltet haben, indem dieselben noch durch die politischen Verwirrungen und die Verfolgungen (es war dies die Zeit des Quietus- und Bar Cochba-Krieges) besonders gefördert wurden. — Schon Frankel hat es auffallend gefunden, daß die hervorragendsten Schüler des R. Jsmael, R. Josia und R. Jonathan (Menachot 57 b), in der Mischna kein einziges Mal erwähnt sind 1). Frankel erklärt diese Erscheinung in höchst eigenthümlicher Weise. Er meint (Darke Ha-Mischna S. 148), die Schüler des R. Jsmael hätten im Süden Palästinas (2111) ihren Wohnsitz aufgeschlagen, während Rabbi, der Mischna-Redactor, in Bet-Schearim und Tiberia, also im Norden lehrte und so von den Aussprüchen der Weiserl des Südens keine Kunde hatte. Es wäre aber äußerst seltsam, daß man z. B. die Halachot des R. Juda b. Beter«, der zu Nifibis wohnte, und später noch die Aussprüche der babylonischen Autoritäten in Palästina wohl kamrte, sowie nmgekehrt die Lehrsätze der palästinensischen Amoräer den Babyloniern bekannt waren, dagegen von den Lehren der Weisen des südlichen Palästinas im Norden Nichts erfahren haben sollte! Geiger hat auf die Schwäche der Frankellschen Hypothese bereits (an mehreren Stellen seiner Zeitschrift) hingewiesen; allein seine Erklärrmg der arrffälligen Erscheinung ist rroch weniger annehmbar. Nach seiner Ansicht nämlich ist R. Jsmael, der Priester aus hohenpriesterlichem Geschlechte, ein Vertreter der ältern in späterer Zeit beseitigten Halacha. Die Schüler Jsmaels, welche noch diese alte Halacha lehrten, wurdendeshalb vorrdenVertreterrrder jünger», officiellenHalacha 1) Abot IV, 9 kann hierbei nicht in Betracht kommen, da in diesem Traktate viele spätere Zusätze sich befinden und daher auch manche Tannaim, die nach Rabbi gelebt haben, Vorkommen; vgl. ״die erste Mischna" S. 325.

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