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Magazin für die Wissenschaft des Judenthums · 1884-01-01 · 1 (1884) · p. Seite 6

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Journal
Magazin für die Wissenschaft des Judenthums
Volume
11 (1884)
Issue
1 (1884)
Date
1884-01-01
Page
Seite 6 (sequence 9)
Language
German
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6 G. Goitein. eine genealogische Rolle in Jerusalem aufgefunden habe, in der geschrieben stand, daß Hillel von David abstammte 1). Auch von einem Urenkel des Hillel, von R. Jehuda Ha-Nasi, dem Redacteur der Mischnah, erhalten mir in Beresch. Rab. C. 33 die Bestätigung dieser Nachricht. Aus dieser Davidischen Abstammung läßt sich auch die merkwürdige Erscheinung erklären, daß erst seit Hillel das Nasiat erblich wird, obwohl es schon über ein Jahrhundert früher Patriarchen gegeben hatte. So erhält die ״genealogische Rolle" aus den geschichtlichen Thatsachen ihre historisch begründete Geltung^). Der Name seiner Eltern ist nicht bekannt geworden; an keiner Selle wird Hillel mit dem Namen seines Vaters angeführt, wie dies bei vielen andern Tannaim der Fall ist. Es scheint daraus hervorzugehen, daß er früh eine Waise geworden ist, und aus diesem Umstande ist wohl auch seine große Dürftigkeit herzuleiten. Eine Stelle aus dem Talmud scheint diese Vermuthnng zu bestätigen. In b. Sota 21a wird der Satz im hohen Liede C. 8, 7 ״Gäbe auch jemand alles Vermögen seines Hauses für die Liebe, man würde ihn verachten", auf die Liebe Gottes, die dem Gesetzesforscher §u Theil wird, bezogen. Und der Talmud fährt fort: ״Das ist nicht auf Simon den Bruder des Asarjah gesagt, (denn dieser konnte dem Gesetzesstudium nur durch Unterstützung seines Bruders obliegen, und deshalb hat der letztere auch Theil an der Liebe. Raschi zur St.), auch nicht auf N. Jochanan, der vom Patriarchenhause die Mittel zum Studium erhielt, sondern auf Hillel und Schebna; denn als R. Dima kam, berichtete er: Hillel und Schebna *) Vergl. Beresch. Rab. 0. 98. *) Vergl. Seder Tannaim wa-Amoraim (Breslau 1871), wo es S. 27 vielleicht aus diesem Grunde heißt: Und von Hillel an werden sie ״Neßiim" genannt, weil sie erst von ihm an legitim waren, obwohl es auch schon vor Hillel nach Mischna Chagiga 2,2 Neßiim gegeben hat. R> Abraham ibn Daud in s. Scfer ha-Kabbala berichtet geradezu, daß die Patriarchen ebenso, wie früher die Könige, während der Zeit des zweiten Tempels aus dem Hause David's waren.

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