Magazin für die Wissenschaft des Judenthums
- Journal
- Magazin für die Wissenschaft des Judenthums
- Volume
- 10 (1883)
- Issue
- 1 (1883)
- Date
- 1883-01-01
- Page
- Seite 92 (sequence 95)
- Language
- German
- Belongs to
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92 H artwig Hirschfeld. an, daß er beidemal den in demselben gebrauchteir Ausdritck arlch seinerseits anwendet. Bei nhy dürfte der arabische Ursprang zweifellos sein, nicht weniger aber bei סבה, das dem arab. סבב nachgebildet ist, welches Strick, mithin auch Ursache bedeittet. Und dieselbe Bedeutung hat ,120 trotz 1. Kön. 12,15, wo es kaum anders übersetzt werden kann, als durch Wendung, Geschick. Jeder weitere Zweifel wird aber durch die Verbalbildung והמסובבות aufgehoben, die dem letzten der angeführten arabischen Wörter nachgeformt ist, und an eine Verwendung der hebräischen Bedentimg umgehen läßt sich gar nicht denken, will man nicht gewaltsam hineinlegen, was in jenem Worte nicht liegt. An Wörtern wie מתרכבות arab. ״ תרכבsetzen sich zusammen", sowie ננשמה arab. ״ (1תגסמףverkörperte sich" u. a. m. kann leicht der Weg nachgewiesen werden, auf welchem die Uebersetzersprache sich herausgebildet hat und später zrlr Selbstständigkeit gelangt ist. Es erscheint vielleicht überflüssig, über Dinge 311 sprechen, die dem Leser von Schriften aus der jüdischen Religions- Philosophie derartig geläufig geworden sind, daß er ihre Fremdartigkeit darüber leicht vergessen könnte. Sie haben aber außer dem sprachlicheil den größten Werth für die Kritik der Originaltexte. Weirn wir zu der Zuverlässigkeit einer Uebersetznng einmal Vertrauen gewonnen haben, können wir dieselbe mit der nothwendigen Behutsamkeit zu einer relativ sicheren Unterläge für nothwendige Textverbessernngen machen und bei der soebeir von mir vollendeten Bearbeitung des arabischen Grundtextes des Al-Chazari hat mir in Folge der äußerst schlechten Beschaffenheit der mir 311 Gebote stehenden einzigen Handschrift desselben die Jbn Tibbonsche Uebersetznng thatsächlich fast als zweite Handschrift gedient. Jndesseir Miß auch bei diesem Verfahren die größte Vorsicht angewendet werden, da beispielsweise die Ausgaben der hebräischen Uebersetznng des Al-Chazar! vielfache Verstümmelungen mifweisen, die sich schon >) Cassel S. 29.