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Magazin für die Wissenschaft des Judenthums · 1883-01-01 · 1 (1883) · p. Seite 61

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Journal
Magazin für die Wissenschaft des Judenthums
Volume
10 (1883)
Issue
1 (1883)
Date
1883-01-01
Page
Seite 61 (sequence 64)
Language
German
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Die Männer der großen Versammlung. 61 Jose existirt. Auch die Mischna Sota 9,9 berichtet: סשסח יוסי נן יועזר איש צרירה ויוסי בן יוחנן איש ירושלים בטלו חאשכלוח. Welchen Sinn hätte aber die Baraita, wenn sie sagt: ״Alle Eschkelot von Moses bis Jose u. s. w. waren ganz makellos, von da an und weiter aber war irgend ein Makel an denselbe::," da doch nach der Mischna mit dem Tode der beiden Jose überhaupt die Eschkelot aufgehört haben? Deshalb hat auch wohl der Jeruschalmi ר,:ונוח emendirt. Jedenfalls aber mich das zweite בחס auf die ״Suggot" Bezug haben. Die Baraita sagt demnach: ״Die Eschkelot bis Jose u. s. w. waren makellos, von da an und weiter war an ihnen, nämlich an den ״Suggot," die von jetzt ab an der Spitze des Sanhedrin standen, irgend ein Makel zu finden" 1). Wir lernen hieraus, daß bis zu den beiden Jose ״Eschkelot" (אשכלות) an der Spitze des Obergerichts standen. Dieses Wort אשכלות muß aus einer uralten Tradition oder vielleicht gar aus einer schriftlichen Urkunde stammen, in der als die letzten der ״Eschkelot" die beiden Jose aufgeführt waren. Was war ursprünglich die Bedeutung dieses Wortes? Es ist wohl zweifellos, daß man in späterer Zeit mit אשבול einen großen Mann überhaupt bezeichnete. Bemerkt doch Sifre zu Deut. 32,32: אין אשכול אלא נרול שנאסר אין אשכול לאבל. In diesem Sinne sagt auch der Jerusch, (in Sota l. c.): לא עטר אשכול עד שעמד ד עקיבה. Allein sowie das Epitheton נאון ursprünglich ein Titel bestimmter Personen war, später aber zur Bezeichnung großer Männer, die den ״Geonim" glichen, gebraucht wurde, so mag auch ״Eschkol" ursprünglich eine bestimmte Bedeutung gehabt haben. Und in der That haben auch die Forscher sich bemüht den Ausdruck ״Eschkelot" in diesem Sinne zu erklären. Ich will jedoch ihre verschiedenen Erklärungen nicht anführen, weil sie sämmtlich nicht befriedigen (vgl. Rappoport, Erech Millin ‘) Der letzte Satz ist ia unserer Tosest« (B. Kamm« 8,13) so gefaßt, als wenn der Redaktor der Tos. die Frage des Talm. b. im Temura 15b beseitigen wollte. Ursprünglich lautete aber der Satz so, wie er im Babli und Jerusch, mitgethrilt wird. 1888. II. H

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