Mannheim
Compact Memory

Magazin für die Wissenschaft des Judenthums · 1883-01-01 · 1 (1883) · p. Seite 34

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Magazin für die Wissenschaft des Judenthums
Volume
10 (1883)
Issue
1 (1883)
Date
1883-01-01
Page
Seite 34 (sequence 37)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
97% known words query
IRI
…/2572068-2572083-2572084--1827-2573973
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

34 Recensi onen. vorfinden. Aber alle diese Beweise für die Echtheit des Textes werden hinfällig, wenn wir darauf zurückkommen, was ich zu Anfang gesagt habe, daß solche Punkte nur dazu dienen können, um die Abfassung der Uebersetzung in die Zeit Saadja's oder auch noch c. 200 Jahre nach ihm versetzen zu können; weil wir nämlich wissen, daß Saadja einen so mächtigen Einfluß auf seine Zeit und auf seine nächsten Nachfolger auf grammatischem Gebiete ausgeübt hat. Von all den vom Vers, genannten Punkten, — welche übrigens insgesammt die Prinziplosigkeit Saadja's aufs Glänzendste darthun müßten — scheinen folgende im Momente etwas mehr Gewicht zu besitzen, daß nämlich die saadjanische (!) Manier, arabische Wörter ähnlichen Klanges zu suchen, außerdem aber auch der identische Gebrauch seltener arabischen Wörter für dieselben hebräischen in den als saadjanisch anerkannten Versionen sich in diesem Texte vorfinden. Doch ist diesem gegenüber hervorzuheben: 1) Das Streben nach ähnlich klingenden arabischen Wörtern steht nicht so vereinzelt da und kommt nicht nur bei Saadja vor, sondern war, wie es scheint, auch weiter verbreitet. Dafür spricht nämlich der Uinstand, daß auch in der arabischen Kohelet-Uebersetzung des Jbn G'hajjath.(0. 100 Jahre nach Saadja), welche ich eben im Begriff stehen zu veröffentlichen, nachdem ich den Autor unzweifelhaft ermittelt habe, daß auch dort sich dieses Streben findet, welches hier als saadjanisch angegeben wird, und habe ich die Beispiele dafür dort zusammengestellt. Vergl. ferner für diesen Punkt noch die Anmerkung 5 zu der Variante Cap. I, V. 16. 2) Auch der andere Punkt ist nicht entscheidend, wie wir z. B. שאול auch bei Jbn G'hajjath durch תרא wiedergegeben vorfinden. Wenn aber Verf. nun gar so weit geht, zu behaupten, daß eben darum, weil Saadja in der Wiedergabe desselben Wortes an verschiedenen Stellen nicht genau war, eine vorkommende Uebereinstimmung um so mehr für die Identität des Verfassers mit Saadja sprechen müßte, so ist dies »ach meinen Begriffen von Logik durchaus nicht einleuchtend. Man könnte höchstens aus dieser Eigenthümlichkeit das Resultat gewinnen, daß, wenn eine

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.