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Magazin für die Wissenschaft des Judenthums · 1883-01-01 · 1 (1883) · p. Seite 14

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Journal
Magazin für die Wissenschaft des Judenthums
Volume
10 (1883)
Issue
1 (1883)
Date
1883-01-01
Page
Seite 14 (sequence 17)
Language
German
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14 W. Feilchenfeld näher gebracht werde. Die zweite Vershälfte giebt den Inhalt der (gedachten) göttlichen Belehrung, den Sinn des ganzen Verses: Da Gott nach Seinem Gedemüthigten Verlangen hat, lehrt Er Ihn besänftigen: wenn Du seine Person zum Schuldopfer machen (als solches zurückerstatten) willst, so kann er u. s. w. Hierdurch erst gewinnen wir für das schwierige לשמועתנו in V. 1 das rechte Verständniß. Manche Auslegungen lassen den ganzen Vers von den Propheten gesprochen sein, weil das Wort שמועה C. 28, 9 und Obad. 1,1 wie in der Parallelstelle Jerem. 49,14 (von Gott Gehörtes) eine prophetischeOffenb arung bedeutet. Aber selbst, wer mit Knobel und Anderen den Prophetenstand für den Gottesknecht nimmt, sollte anerkennen, daß dies ganze Kapitel, oder mindestens die ersten Verse desselben, den Heiden, in den Mund gelegt sei. Darauf deutet schon das Wort התמנו am Schlüsse des vorigen Kapitels: das- Nachfolgende ist das zum Ausdruck kommende Ergebniß ihres Nachdenkens. Aber welche Offenbarung haben die heidnischen Völker gehabt? Die bereits stattgehabte wunderbare Wiederherstellung Israels, bemerkt Luzzatto richtig, werden sie, wie am Ende des vorigen Kapitels deutlich gesagt ist, mit eigenen Augen sehen, und nicht nur von Anderen darüber berichten hören. Das kann also ihre שמועה nicht sein. Raschi und Andere erklären: Wer hätte es uns geglaubt, wenn wir es gehört hätten. Das ist gezwungen, wenn auch nicht in dem Maaße, wie Luzatto's, ״wenn man es von uns gehört hätte." Der Wahrheit näher kommt Kimchi mit seiner Erklärung: Wer hat der (natürlich zunächst an Israel ergangenen) Offenbarung Glauben geschenkt, welche wir indirect, gelegentlich aus dem Munde der Propheten oder von Anderen gehört haben. Aber nach unserer obigen Deutung des V. 10 werden die Völker, wenn des Gottesknechtes Leidenszeit zu Ende geht, unter Hinweisung auf dessen Lebensfähigkeit und glänzende Zukunft direct von Gott aufgefordert, durch seine Wiederherstellung das an ihm begangene Unrecht zu sühnen. Daß der Herr solche Aufforderung an die Völker werde ergehen lassen, ist oben Cap. 49, 22 ff. und auch in früheren Versen desselben Kapitels deutlich vorhergesagt. Auch beruft sich ja Cyrus in seiner an die Juden erlassenen Proclama-

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