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Magazin für die Wissenschaft des Judenthums · 1882-01-01 · 1 (1882) · p. Seite 169

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Journal
Magazin für die Wissenschaft des Judenthums
Volume
9 (1882)
Issue
1 (1882)
Date
1882-01-01
Page
Seite 169 (sequence 172)
Language
German
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Zur talmudischen Lexikographie. 169 Hierbei muß mau vergebens nach dem Zwecke fragen, wozu Hunderte von Citaten bei Edels oder Heller nachgewiesen werden, bei denen auch nicht einmal die geringfügigste Notiz für den Aruch selbst gewonnen wird. K. ist einmal hierin nicht sparsam, wovon auch der Aufwand von — wir möchten sagen — Luxuswörtern bei seinen eigenen Anführungen fortwährend zeugt. Wir haben bereits im ersten Artikel (s. Jahrg. 1880 S. 58) empfohlen, hierbei mehr haushälterisch zu verfahren. Eine Lese aus dieser Wortverschwendung würde ganze Seiten füllen. Kein Wunder, da manche Mittheilung mit החכם והחוקר הנפלא ידידי מהרר eingeleitet und mit ע״כ לשונו הזהב של המחקר הנ״ל geschlossen wird, nicht der unzähligen Variationen zu gedenken, i» denen diese Citirweise auftritt. Doch wir müssen hierin mit K. Nachsicht haben; denn er entschädigt uns doch hierbei mit einem anderen Reichthum, und zwar in Form belehrender und nützlicher Verweisungen auf die verschiedensten Quellenschriften. Bei der Zusammenstellung solcher Citate, aus denen die Lückenhaftigkeit der auf uns gekommenen Recension des Aruch hervorgeht, haben wir die Stelle im Commentar des ibn Esra zum 2. Buche Moses/ Kap. 25 V. 29 vermißt. Man braucht nicht anzunehmen, daß den Schülern ibn Esra's oder einem Späteren das Citat, welches sich in unseren Aruch-Ausgaben nicht findet, angehöre. Denn ibn Esra war dreißig Jahre nach Natans Tode in Roin und konnte die Stelle aus dem Autograph selbst kennen lernen. Vielleicht haben spätere Abschreiber diese Erklärung gerade ausgeschlossen, weil sie von ibn Esra nicht bloß verworfen, sondern verspottet wird. Derselbe setzt hierbei voraus, daß Natan's Unkenntniß des Arabischen bekannt sei und es sei Derjenige, der ihm, Natan, gesagt habe, קפוה sei arabisch ein hohles Rohr, ein Unwissender. — Gern wären wir noch länger bei dieser Einleitung verblieben, um Dies hervor- und Jenes herauszuheben und hierbei Manches, ergänzend oder berichtigend,*) hinzugefügt haben, allein es ist *) So z. B. war bei «npv בע?*׳ im Aruch;S. XV. der Einleitung) auf unser Pletat Soferim S. 9 zu verweisen, wo wir diese Benennung schon bei Menachem b. Seruk ft den.

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