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Magazin für die Wissenschaft des Judenthums · 1882-01-01 · 1 (1882) · p. Seite 87

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Journal
Magazin für die Wissenschaft des Judenthums
Volume
9 (1882)
Issue
1 (1882)
Date
1882-01-01
Page
Seite 87 (sequence 90)
Language
German
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lieber ben Ursprung der Sadokäer und Boäthosäer. 87 lerdings nicht anzugeben. Vielleicht in Folge der Aehnlichkeit von ד mit ר und ק mit 1.מ) Der Abschreiber, der צדוקים für 1) In älteren Handschriften findet man den linken Schenkelstrich des ק mit dem obern horizontalen Balken verbunden, wodurch das p dem מ zum Verwechseln, ähnlich wird. Noch zu R. Storno Aderet's Zeit (Ende des 13ten Jahrhunderts) hat man es so geschrieben, wie aus Nr. 1. seiner Gutachten hervorgeht. In Baba batra 166 b wird die Möglichkeit in Betracht gezogen, es könnte das ק von einer Fliege in ם verändert worden sein und zwar durch Verlängerung des untern Querbalkens bis zum linken Schenkelstriche des p, wie R. Josef Karo in seinem Kommentar zu Tur Orah Hajjim A. XXXVI. erklärt, nicht aber durch Verkürzung des linken Schenkels, wie R. (Demuel b. Mel'r (Rasbam) z. St. und Maim. Misne Tora, Hilkot Malwe we-lowe XXVII. 15. es auffassen. Aus Sota 20 9. ist ersichtlich, daß eine solche, spurlose Verkürzung nur möglich ist bei Tinte ohne Beisatz von Kupfervitriol (קנקנתום l. Chalcanthum #Utfav#ov), wie sie für die Sotarolla (כתב שיכול להמהות), schwerlich aber zu Aktenstücken gebraucht wurde. Die Erklärung Berliners in seinen ,,Beiträgen zur hebr. Grammatik im Talmud und Midrasch" (Berlin 1879. S. 22.), es könnte ״durch eine Fliege der Buchstabe ט umformt, d. h. verlängert und dadurch ein קו״ך hergestellt״ worden sein, ist mir nicht klar geworden. Die Stelle lautet: אמר רבפפא פשיטא לי ספל מלמעלה וקפל מלמטה הכל הולך אהר התחתון בעי רב פפא קפל מלמעלה וספל מלמטה מאי מי חיישינן לזבוב או לא תיקו. Zu besserm Verständniß muß vorausgeschickt, werden, daß in schriftlichen Verträgen Namen, Maße, Summen u. dgl. zwei Mal geschrieben wurden, das eine Mal am Kopfe, das andere Mal am Fuße des Aktenstücks. Bei etwaigen Differenzen war die untere Angabe maßgebend; die obere hatte nur die Bestimmung für den Fall, daß in der untern ein Buchstabe verwischt, verstümmelt oder sonstwie unleserlich gemacht würde, Jrrthümern und' Streitigkeiten vorzubeugen (״ .(ילמד תחתון מן העליוןSteht nun oben טפל, unten aber קפל, so kann es keinem Zweifel unterliegen, daß wir uns nach der untern Angabe richten müssen; wie ist es aber, wenn oben קפל und unten טפל steht? dürfen wir's einer Fliege zuschreiben oder nicht?" das heißt: dürfen wir annehmen, daß ursprünglich oben und unten gleichlautend קפל gestanden, das ק aber durch eine Fliege verwischt und in ט umgewandelt worden ist? Daraus geht doch klar und unzweideutig hervor, daß nur ק in ט, niemals aber umgekehrt ט in ק durch einen Zufall umgeformt werden kann. (S. übrigens ט״ז טימיע u. חומים zu 7 .42 ש״ע ה״מ.) Ein Beweis für die vollständig geschlossene Form des קוף, wie Berliner Witt, ist die Stelle keineswegs. In Sabbat, 104 a heißt es dagegen ausdrücklich, daß der Schenkel des p schwebt, so daß unten und an der linken Seite eine Oeffnung bleibt. Sowohl nach Berliners wie nach Nasbam's Erklärung befänden die 2 Talmudstellen sich im Widerspruch, während die Erklärung Karo's einen Ausgleich gestattet durch die Annahme, daß in Baba batra die Möglichkeit gedacht wird, es könnten beide Oeffnungen des ק durch eine Fliege

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