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Magazin für die Wissenschaft des Judenthums · 1882-01-01 · 1 (1882) · p. Seite 47

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Journal
Magazin für die Wissenschaft des Judenthums
Volume
9 (1882)
Issue
1 (1882)
Date
1882-01-01
Page
Seite 47 (sequence 50)
Language
German
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Aus Briefen. 47 der lebendige Eindruck eines sich stets verschärfenden Gegensatzes in zwei demselben Ziele mit Liebe und Aufopferung zusteuernden Gelehrten und eines immer wieder eintretenden Zusammenwirkens im Dienste der jüdischen Wissenschaft. Man muß nicht gerade, wie ich, ein begeisterter Schüler Nappoport's gewesen sein, um für das innere Leben dieses bedeutenden Mannes, wie es in seinen Briefen so klar hervortritt, ein reges Interesse zu empsinden. Jeder Kenner seiner bahnbrechenden Leistungen folgt mit lebendiger Theilnahme gern der Spur des mühevollen und selbstgeschaffenen Weges, den R. inmitten einer widerstrebenden Umgebung, von außen wenig unterstützt und angeregt, mit wenigen seiner galizischen Landsleute wandeln mußte, uni ein so verdienstvoller und lichtschaffender Führer in dem damals noch unwegsamen Gebiete der massenhaften jüdischen Literatur zu werden. Für die, welche so glücklich waren, R. im Leben näher zu stehen und seinen sprühenden Geist, den Adel seiner Gesinnung, die Güte seines Herzens unmittelbar anzuschauen, sind diese Briefe eine erfreuliche Erinnerung und zugleich ein Rückblick in die Zeit seines jugendlichen Strebens und Schaffens, in die Zeit des Werdens, da der von Sorgen uin die Erhaltung seiner Familie nicht verschonte Mann dessen ungeachtet voll freudiger Zuversicht auf seine bereits gediehenen Arbeiten und in froher Hoffnung auf die Ergänzung und Vollendung derselben hinblickt und hinweist; Bekanntes erscheint hier in ursprünglicher Frische und manches Einzelirr wird ergänzt. Wer aber R. erst noch studiren und kennen lernen will, der sieht hier zum ersten Male das Bild des Werdenden und doch schon im Wesen Vollendeten, das sehnliche Verlangen seiner Seele nach Bereicherung der Mittel für seine gelehrte Forschung, das schöne Vorbild eines in Freundschaft begeisterten und gleichzeitig für die Wahrheit mild und sanftmüthig, aber fest und unerschütterlich eintretenden Mannes. Hoffentlich wird die Fortsetzung der Veröffentlichungen ohne Hinderniß von statten gehen und am Schluffe die vom Herausgeber verheißenen Anmerkungen und die Lebensbeschreibung Nappoport's bringen, zu der die hier begonnenen 55 Briefe unstreitig ein ansehnliches und unentbehrliches Material bieten werden. Der erste Brief S. 1 — 6 vom 2ten Etui 558V <,1829) ist

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