Mannheim
Compact Memory

Magazin für die Wissenschaft des Judenthums · 1882-01-01 · 1 (1882) · p. Seite 28

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Magazin für die Wissenschaft des Judenthums
Volume
9 (1882)
Issue
1 (1882)
Date
1882-01-01
Page
Seite 28 (sequence 31)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
92% known words query
IRI
…/2572068-2572081-2572082--1534-2573680
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

1 entity mentions

28 Eduard Baneth diese Mis'na nicht viel jünger ist als die ״Sprüche" des Ben Sira, daß sie sogar noch aus demselben Jahrhundert stammt. Die Wahrscheinlichkeit dieser Annahme wird erhöht durch die fremdartige Umgebung, in welcher diese Mis'na sich befindet. Der Traktat H°g!ga, in welchem sie steht, handelt von den Privatfestopfern (Deuteronomium 16, 16 -17). In welcher Beziehung stehen sie zu den kosmogonischen und-metaphysischen Problemen? Maimonides, dem das nicht entgangen, meint in seinem Kommentar z. St., daß unsere Mich,« an die Schlußworte der unmittelbar vorhergehenden (I. 8.) anknüpft. Er hat die Schwierigkeit wohl erkannt, aber wenig zu ihrer Lösung beigetragen; denn der räthselhafte Hinweis auf die Worte:!הן הן גופי תורו kann unmöglich als solche gelten. Einerseits ist eine Beziehung zwischen diesem und irgend einem der folgenden Sätze durchaus nicht zu erkennen und auch die MiSna selbst hat mit ihrer Nachbarin keinen andern Berührungspunkt als das Wort עריות, andererseits steht auch jene nur in sehr lockerem Zusammenhänge mit dem ganzen Traktat. Sie lautet nämlich: ״Die Lösung der Gelübde schwebt in der Luft und hat nichts, worauf sie sich stützen könnte; die Gesetze über SabbLt, Privatfestopfer (הגיגות) und Mißbrauch geweihter Gegenstände zu unheiligen (Privat-) Zwecken sind wie Berge, die an einem Haare hängen; denn sie bestehen aus einer geringen Anzahl von Schriftversen und einer Menge von Vorschriften; die Rechtspflege, die Gesetze über den öffentlichen Opferdienst, über Rein und Unrein und über verbotene Ehen haben eine Stütze. Sie bilden den Kern der Tora". Auch hier deutet der S ch l u ß satz, der schon in der G°mara Befremden erregt und zu einer Emendation Veranlasiung giebt,') auf ein sehr hohes Alter. Könnte darüber noch ein Zweifel sein, so würde er gehoben durch den ersten Satz, der nach einer Baraita in b. H»g!ga 10 a schon den Widerspruch des R. ^liezer und R. Josü'a (2te Hälfte des ersten nachchristl. Jh.) heraus- 1)!6 .א^א אימא וון ודון גופי תורו. £ag1ga 11b Z. 4. — S. jedoch Tosetzta 'Grübln Ende und Hagzgg! Ende, wo zu den vier Letztgenannten noch ערהין הרטין הקדש ומעשר שני hinzugefügt und dann ausdrücklich hervorgehoben wird: א^י שמנה מקצועי תורד. גופי ד^כוח.

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.