Magazin für die Wissenschaft des Judenthums
- Journal
- Magazin für die Wissenschaft des Judenthums
- Volume
- 9 (1882)
- Issue
- 1 (1882)
- Date
- 1882-01-01
- Page
- Seite 27 (sequence 30)
- Language
- German
- Belongs to
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Ueber den Ursprung der Sadokäer und Botzthosäer. 27 Lesart 'INN/) das unsichere Schwanken der ältesten Handschriften zwischen beiden Lesarten/) die sonderbare Konstruktion mit באלו לא oder gar שלא für אלו לא, die Dunkelheit des Schlußsatzes und endlich die seltene Bezeichnung קונה für Gott — alles dies sind Spuren hohen Alters, die durch die auffallende Aehnlichkeit zwischen dem zweiten Satze und einem Verse in den Sprüchen des Ben Sira, der gleichfalls ein Zeitgenosse unseres Antigonos war, an Bedeutung noch gewinnen. Ich meine den in der rabbinischen Literatur ^) öfter zitirten Vers: במפלא ממך אל תחיש ובמכסה ממך אל תחקר במה שהרשית התבונן אין לך עסק בנסתרות, der in der syrischen Uebersetzung so lautet: דקשין מנך לא תבעא ורתקיפן מנך לא תעקב במא דאשלטוך אסתכל וליה לך תוכלנא על כסיתא (ed. Lagarde III. 21—22). Offenbar sind die Worte der Misna, welche das Forschen über vier der menschlichen Erkenntniß unerreichbare Dinge als unzuträglich bezeichnen, nur eine spezielle Anwendung dieses allgemein gehaltenen Gedankens, eine nähere Bezeichnung dessen, was nach Ben Sira unserm Wissen sich entzieht und vor dessen Ergründüng dieser warnt. Sicher sind beide Aussprüche aus denselben Motiven geflossen und beiden liegen wohl dieselben Zeitverhältnisse zu Grunde, die sich ziemlich deutlich in ihnen Wiederspiegeln, und wir wagen vielleicht nicht zu viel, wenn wir annehmen, daß Jungfrau, u. Ae.). Es wäre demnach ראוי geradezu רעא gratus, acceptus, placens. Zu dem Wechsel zwischen ע und א vgl. אמדא Schaf mit עמרא Wolle, גבע und עגם ,נבא Hiob 30, 25 mit ״.אגם 1) רתוי haben Babli u. Jer. z. St. wiederholt, während es in dem Zitat b. Jebamot 40 a ראוי heißt. Ueber die Etymologie von דתיי ist schon viel gestritten worden. Zuletzt hat es Oppenheim im Magazin für jüd. Gesch. u. Lit. Jg. I. S. 110 aus dem Samaritanischen — רתח Uebers. für חנן — erklärt, worin ihm aber bereits Geiger im Glossar zu seinem ,/Lehrbuch zur Sprache der Mischnah" (Breslau 1845. S. 130) zuvorgekommen ist, der auch das arabische רתי zum Vergleich herbeigezogen hat. 2) Beide sind bereits dem Vf. des *Aruk bekannt; vgl. auch Rabbinovitz' Dikduks Sotzexim z. St. 3) b. H^giSa 13 a, jer. das. II. 1 u. Berssit rabba Abs. 8. Im Jex. lautet die erste Hälfte des Verses: פליאה ממך מה תדע עמוקה משאול מה תחקר; in B. rabba steht dafür:!?בגדול ממך אל תדרש בחזק ממך אל תחקר במפלא ממך א תרע ובמבסה ממך אל תשאל; die ersten zwei Sätze dieser Fassung entsprechen am besten der syr. Uebers.