Magazin für die Wissenschaft des Judenthums
- Journal
- Magazin für die Wissenschaft des Judenthums
- Volume
- 9 (1882)
- Issue
- 1 (1882)
- Date
- 1882-01-01
- Page
- Seite 18 (sequence 21)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 92% known words query
- IRI
…/2572068-2572081-2572082--1524-2573670- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
18 Eduard Baneth saddeuki, dont on aoeu-blait 168 partisan» de la stricte legalite. Aber abgesehen davon, daß von ^צרקד־ kein Appellativ צדוק nach der Analogie von פרוש gebildet werden kann, weil dieses ein transitives, jenes aber ein intransitives Verbum zum Stamme hat, kommt auch die Bezeichnung ״saddouk" nirgends vor. Der Singular von צדוקים heißt stets צדוקי, niemals צדוק. Auch sind die Sadokäer, wie wir weiter unten zeigen werden, keineswegs die Anhänger der strikten Legalität, welche nur der übert r i e b e n e n Strenge der Pharisäer Opposition machen; sie leugnen vielmehr die Tradition überhaupt und suchen sich selbst die Befolgung des geschriebenen Gesetzes auf jede mögliche Weise zu erleichtern. Ihre Gegner hätten ihnen schwerlich den Namen צדוקים beigelegt, wenn dieser sich von צדקה (Gerechtigkeit) ableitete. Zum Glück thut diese einzige Stelle, welche dem Angriff eine Blöße bietet, dem Ganzen seiner Darstellung keinen Eintrag. Wir werden später sehen, daß man die Saddukäer oder Sadokäer sehr wohl von einem Manne Namens Sadok ableiten und D.'s Ansicht dennoch im Wesentlichen aufrecht erhalten kann. Jedenfalls ist ihm der Beweis gelungen, daß die beiden vielbesprochenen Parteien frühestens unter den Schülern des Antigonos aus Solo entstanden sein können, wahrscheinlich aber erst eine oder zwei Generationen später, nach Beendigung der Makkabäerkämpfe entstanden sind. Um so mehr muß es überraschen, daß Wellhausen, der die Geiger'sche Hypothese wieder aufnimmt, hiervon gar keine Notiz nimmt und es nicht einmal für nöthig ׳hält, die von Derenbourg gegen dieselbe vorgebrachten, wie ich glaube, sehr gewichtigen Argumente zu widerlege». Er beschränkt sich einfach darauf, das was Geiger bereits dargelegt hat, in wiffenschaft-- lichere Formen zu kleiden. II. Wir haben bereits angedeutet, daß Geiger es unterlassen hat, den von ihm behaupteten Zusammenhang zwischen den B°ne Sadok des J°hezk°ßl und den Saddukäern der später» Zeit, sowie zwischen den Nibdalim des 'Ezra und den P'rustin oder