Magazin für die Wissenschaft des Judenthums
- Journal
- Magazin für die Wissenschaft des Judenthums
- Volume
- 8 (1881)
- Issue
- 1 (1881)
- Date
- 1881-01-01
- Page
- Seite 191 (sequence 194)
- Language
- German
- Belongs to
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BereschiLH Rabba. 191 j. Tal. cor respondi renden Parallel (stellen desB. r. mit Ausnahme einerנ) Stelle hierin keine Differenz zeigt. Allein selbst wenn man den von Z. herbeigebrachten Momenten Thatsachlichkeit vindicirte, so bliebe es noch immer unklar, wie hieraus auf das Jahr 550 geschlossen werden kann? Der j. Talm. soll nach Z. am Schluffe des 4ten Jahrhunderts redigirt worden sein, weil des Julian, der 372 starb, Erwähnung geschieht, der b. Talm. am Schluffe des öten, weil das Datum 472 darin vorkommt. Und warum fällt die Redaktion des B. r. in das 6te Jahrhundert? Aus dem Umstand, daß es später als der j. T. redigirt worden, könnte höchstens das 5te Jahrhundert gefolgert werden. Die Annahme Z.'s beruht also lediglich auf einer Vermuthung, die jeder thatsächlichen Unterlage entbehrt. In Wahrheit kann die Redaktionszeit des B. r. mit Sicherheit nicht ermittelt werden. Ein einziges einigermaßen sicheres Moment liefert uns das Verhältniß des B. r. zum j. T. Da sich oben^) ergeben hat, daß B. r. aus dem j. Talm. nicht geschöpft, so kann dieser Midrasch nicht erst nach der vollendeten Redaktion des Jer. gesammelt worden sein. Die Sammlung der halachischen Bestandtheile des j. T. hat aber wahrscheinlich^) mit R. Jose, dem Freunde R. Jonas', begonnen. R. Jona und R. Jose, die bei Ursicinus/) als er auf seinem Kriegszuge gegen die Parther^) begriffen war, eine Audienz gehabt, bilden die höchsten Autoritäten in dem 6ten Decennium des 4ten Jahrhunderts (vgl. j. Schebiit IV, 35 a und j. Sanhedr. III, 21V; j.Megillalll, 74 a, Gr ätz Bd. IV. S. 340, Frankel, Jntroduct. S. 98 V). R. Jose, der seinen Amtsgenossen überlebte,1 2 3 4 5 6} dürfte erst nach dem Ableben R. Jonas mit der erneuerten Durchnähme (םר.דורא תיגעא) des ganzen Lehrstoffes angefangen haben. Seine Thätigkeit bestand aber offenbar darin, den bis auf ihn angewachsenen Halachastoff zu sammeln, die Discussionen der Amoräer an den Mischnatext anzuschließen und so einen regelmäßigen Commentar zur Mischna herzustellen (vgl. Jntroduct. S. 48 ff.) Jndeß knüpfen sich an seine Aussprüche die halachischen Erörterungen zweier auf ihn folgender Generationen an, und sind es fast überall R. M a n a und R. Jose b. Abun, mit denen die halachische Discussion schließt (vgl. 1) B. r. Sect. 65 (j. Therumot VIII, gegen Ende.) 2) Note 1. S. 190. 3) j. Pesachim V, 366, j. Jebamot l, 9ä u.XIII, 13 0. (Vgl. b.Baba Mezia 44 a, b. Baba Batra 157 V (Jntroduct. 101a גבעת 'הש<*ים S. 49 a). Erst hierdurch tritt die Notiz in b. Kidduschin 13 a, auf die Gr. Bd. IV S. 384 hinweist, aus dem Dunkel der Andeutung heraus. 4) j. Berach. V, 9a. 5) Jntrod. S. 99 a. 6) j. Maaser Scheni IV, 55 V (Jntrod. S. 100V).