Magazin für die Wissenschaft des Judenthums
- Journal
- Magazin für die Wissenschaft des Judenthums
- Volume
- 8 (1881)
- Issue
- 1 (1881)
- Date
- 1881-01-01
- Page
- Seite 189 (sequence 192)
- Language
- German
- Belongs to
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Bereschith Rabba. 189 V. Aie Wedaklionszeit des A. r. Zunz, der bei Betrachtung des B. r. am ausführlichsten dessen Alter behandelt (G. V. S. 175, 176), verlegt die Sammlung dieses Midrasch in das 6te Jahrhundert. Von den sieben Momenten, die Z. zur Fixirung der Redaktionszeit herbeibringt, sollen die drei ersten allerdings nur das beweisen, daß B. r. nicht vor dem letzten Drittel des 4ten Jahrhunderts redigirt worden. Bei der Unsicherheit jedoch, die in der Chronologie der palästinensischen ') Amoräer herrscht, kann aus den von Z. angeführten Stellen selbst dieses Resultat nicht ermittelt werden. Auch sind diese drei Merkmale für B. r. weniger charakteristisch, da sie 1) Wenn Z. unter den babylonischen Amoräern, die in den letzten Jahren des 3ten Jahrhunderts blühten, R. Hamnuna (f. 27ä — Sect. 21) anführt, so ist dies mcht erwiesen, da an dieser Stelle (vgl. B. r. Sect. 58) R. Hamnuna der Aeltere gemeint sein muß, der ein Schüler Rabs war (b. Pesach. 105 a, Erubin 63 a Tosaph. 8. v. חמגונא); Rab aber starb 247. In f. 96 c Sect. 85 ist רבא irrthümlich für ר׳ בא gedruckt, was aus j. Baba Batra III, 13 cl klar hervorgeht. — Was die palästi - nensischen Amoräer anbetrifft, so hätte Z. (S. 475, Anm. c) nicht nöthig gehabt auf 22 a u. 78ä hinzuweisen, da er 18 ä citirt hat. Allein aus allen diesen Stellen folgt nichts. R. Levi lebte zur Zeit R. Jochanans und R. Elasars (vgl. Jntrod S. 111 a). R. Josua aus Sachnin, der fast alle Agadot (abgesehen von 3 Stellen: Sect. 8, Sect. 100 im Namen Samuels, Sect. 15 im Namen R. Elasars) im NamenR. Levis tradirt (Sect. 1, 16, 17, 18, 19, 20, 22, 23, 33, 42, 44, 55, 68, 70, 73, 75, 79, 80, 86, 89, 90, 91, 96) scheint dessen Schüler gewesen zu sein, vielleicht sein Schwiegersohn (Pes. d. Kahena S. 65 b) und mußte demnach nicht in den letzten Zeiten des dritien oder gar im ersten Drittel des 4ten Jahrhunderts geblüht haben und ebensowenig R. Chanin b. Ami, der sich auf ihn beruft, im zweiten Drittel (vergl. Jntrod. S. 55 a, dagegen 91b). Nicht weniger unsicher ist die erste Reihe von Tradenten. Nach B. r. Sect. 78 war R. Berechja ein Zeitgenösse R. Chelbos, dieser aber ein Schüler R. Samuel b. Nachman's (j. Megilla II, 70 b). R. Samuel b. Nachman lebte wahrscheinlich noch vor R. Samuel b. Isaak (vgl. B. r. Sect. 9). Diese lange Reihe schrumpft also auf zwei Glieder zusammen. Uebrigens findet sich diese Stelle (B. r. Sect. 6) auch im j. Rosch Ha-Schama II gegen Ende. — Aus der im B. r. Sect. 56 aufgestellten Reihenfolge von 7 Nabbinen schließt Z., daß der letzte daselbst nur wenige Jahre vor Julian trifft. Dieser letzte nun ist R. Hoschaja II. R. Hoschaja II. aber lebte zur Zeit R. Samuel b. Jsaac's, der nach Z 's eigenen Worten am Ende des 3ten Jahrhunderts geblüht (j. Sanhedrin I, 18 c אמר ד׳ הושעיא חבר הויגא ואעלי ר׳ שמואל בר יצחק לקידוש חחדש). Als nächster Vorgänger des R. Hoschaja wird Abba Hoschaja איש סריא genannt, der nach Z. um das Jahr 350 gelebt haben muß. Dieser kommt aber in der Tosephta Baba Kama II, S. 371 (vgl. חרושי חרר״ל, dag. Midrasch Samuel Sect. 8) vor. Sodann zeigen sich vielfache Differenzen zwischen B. r. Sect. 59 u. Kohelet r. Sect. I, die abgesehen von anderen Fragen (vgl. Jutrod. S. 60b) jede Gewißheit ausschließen.