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Magazin für die Wissenschaft des Judenthums · 1881-01-01 · 1 (1881) · p. Seite 121

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Journal
Magazin für die Wissenschaft des Judenthums
Volume
8 (1881)
Issue
1 (1881)
Date
1881-01-01
Page
Seite 121 (sequence 124)
Language
German
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Oemerkumgen )ur Rritiir tlcr Mifchna, von D1-. D. Hoffman». Man ist geneigt, namentlich ans Seiten der neuesten christlichen Geschichtsforscher, die Mischna ganz und gar als ein Produkt des dritten nachchristlichen Jahrhunderts zu betrachten und ihr besonders in historischer Beziehung nicht mehr Glaubwürdigkeit beizumessen, als eine Urkunde aus verhältnißmäßig so später Zeit verdient. Nicht nur bei Widersprüchen zwischen der Mischna und Josephus, sondern auch bei Jncongruenzen mit den neutestamentlichen und anderen wirklich oder angeblich älteren Schriften wurde die Historicität der Mischna in Frage gestellt. — Man hat aber dabei autzer Acht gelassen, daß R. Jehuda Ha-Nasi nicht Verfasser, sondern nur Redactor der Mischna war und daß ihm ältere Quellen zu seinem Werke Vorgelegen haben. Es wird allerdings kaum der wissenschaftlichen Forschung je gelingen, die Composition der Mischna zu finden und die Entstehungszeit jedes Thciles derselben festzustellen. Allein es ist schon ein Gewinn, wenn wir aus der uns vorliegenden Schlußredaction der Mischna eine ältere Form derselben zu eruiren vermögen. Nachstehende Bemerkungeir sollen an einigen Beispielen zeigen, wie an manchen Stellen der Mischna die späteren Zusätze, Aenderungen und Umgestaltungen leicht herauszufinden sind. 1) Voran schicken wir folgende Worte des R. Scherira Gaon in dem bekanutcu Sendschreiben כיצד נכתבה המשנה (sä. Goldberg I. S. 21): ״Rabbi hat in der Mischna nicht seine eigenen Gedanken niedergelegt, fonbera Worte, die zum Theil bereits die früheren Weisen gelehrt hatten. Das geht hervor aus der Mischna (Saichedriu 5, 2), wo es heißt: מעשה ובדק בן זכאי בעוקצי תאנים (Einst hatte Ben Sakkai die Zeugen, welche Jemand 9

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