Magazin für die Wissenschaft des Judenthums
- Journal
- Magazin für die Wissenschaft des Judenthums
- Volume
- 8 (1881)
- Issue
- 1 (1881)
- Date
- 1881-01-01
- Page
- Seite 97 (sequence 100)
- Language
- German
- Belongs to
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Bereschith Rabba. 97 den Schluß gezogen (Jntrod. S. 51 d): בי בהגדות ירושלמי נמצאו נוסחאות שונות במסכתות שונות• Ebenso stimmt auch jer. Megilla cap. IV 75b weit mehr mit B. r. Sect. 91 als mit jer. Berachoth oap. III überein. Ferner hat gerade das, was Fr. als eine weitere Ausführung des B. r. betrachtet, theils selbst Pseudo- Raschi 8. v. הוון, theils Jalk. z. St. offenbar nicht gehabt; was aber Fr. in seinem Nachtrag S. 144 b zu dem Schlußsatz bemerkt,') muß deshalb in Frage gestellt werden, weil der Ausdruck שבסר (nach Raschi) nicht verständlicher als מבס׳ sein dürfte und der Ausspruch ... ואפי בן nur2) im Munde des Diocletian Sinn hat. Oder sollte die Aenderung des חבר זעיר (I.) in גולייר זעיר (B. r.), des אזייה שבעה יימין ושבעה ליליך (I.) in דיתזון ביבני (3תלתא יומי (B. r.), die Auslassung des ... ואתא שליחא (I.), 1) שינה תמאמר ללשון יותר מובן ושם אותו בפי מןליטיאנום. 2) Wenn Diocletian sagt: ״Man darf selbst einen untergeordneten Römer nicht verletzen, ja sogar nicht einmal einen untergeordneten Parther״so dürfte schwerlich hierin eine Hoch sch ätzung der Parther oder eine Furcht vor dem Erbfeinde Roms zu erblicken sein. Faßt man dagegen mit Fr. (Jntrod. S. 144 d) das ואפי' בן als Ausspruch des Redaktors auf, so würde diese Sentenz seltsam von dem Gedanken abstechen, welcher die daselbst-im I. zusammengetragenen Erzählungen durchzieht. 3) Vergl. jedoch Aruch 8. v.?שב, dagegen Raschi z. St. Der j. Talm., welcher selbst Baraitot kürzt (Jntrod. 27 a, und unten S. 65) scheint auch hier die ursprüngliche Erzählung gekürzt zu haben. Es ist kaum denkbar, daß B. r. alle die Momente, wie Rabbi und R. Samuel vor die Thore von Paneas gesetzt wurden, wie inan dem Diocletian gemeldet: sie stehen vor den Thoren, wie dieser darauf befahl, die Thore zu schließen u. s. w., aus dem j. Talm., in dem auch nicht mit einem Wort darauf hingedeutet wird, herausgelesen und nach ihm frei ersonnen hatte. Vielmehr scheint die Quelle des B. r. alle diese Züge enthalten zu haben, die zu kürzen der j. Talm. um so weniger Bedenken trug, als es sich um amoräischeAussprüche agadischen Inhalts handelte; B. r. dagegen, ein commentarisch-agadisches Auslegungswerk, mußte seiner Aufgabe gemäß jeden derartigen Ausspruch ausführlicher und genauer aufzeichnen. Aber selbst wenn diese Unterredung zwischen Diocletian und den beiden Amoräern als jung und zwar jünger noch als das eigentliche B. r. erachtet wird, wofür die auf diese Unterredung folgende Erklärung des R. Chanina in Sab. 63 zu sprechen scheint, so kann aus den vielen neuen Momenten nur geschlossen werden, daß der von dem Copisten oder Glossator benutzte Jer. von dem unsrigen abgewichen.