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Magazin für die Wissenschaft des Judenthums · 1881-01-01 · 1 (1881) · p. Seite 91

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Journal
Magazin für die Wissenschaft des Judenthums
Volume
8 (1881)
Issue
1 (1881)
Date
1881-01-01
Page
Seite 91 (sequence 94)
Language
German
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Saadia's Einleitung;um Psalmenkonnnentar. 91 die in der Form uns vorgeführt werden, als seien sie von Menschen gesprochen, auch den Menschen nnd nicht Gott zuschreibt, in dem Glauben, daß z. B. Worte, wie הנני ,הצלגי ,הושע ל׳ und ähnliche Ausdrücke nicht dem Propheten von Gott offenbart seien, sondern nur von Menschen herrührten, oder in der Meinung, daß Ausdrücke, tvie יודו וישירו, wie dies der Form nach scheint, nur auf Abwesende zu beziehen und nicht auch auf die in der Gegenwart Lebenden anzuivenden seien. So könnte es leicht kommen, daß er in den Worten der Schrift einen Sinn findet, der gar nicht beabsichtigt ist. Man muß vielmehr wissen, daß alles Worte Gottes sind, der sie in verschiedener Redeform ausgedrückt, wie solche unter den Menschen gebräuchlich ist. Diese unsere Ansicht wird bestätigt durch den in der Torah sich findenden Gesang, von dem Gott selbst in dem Ausspruch: ״Damit mir dieser Gesang zum Zeugniß sei bei den Kindern Israels" (5 B. M. 31, 19), bezeugt, daß derselbe seine Worte enthalte. Und doch scheinen es theils Worte des Propheten zu sein, der zuin Volke von Gott spricht, wenn er sagt: ״So ich den Namen Gottes anrufe u. s. w." (das. 32, 3), während es in Wirklichkeit Worte Gottes sind in dem Sinne: ״Rufet mich an und gebt mir die Ehre". Theils beziehen sich die Worte schon nach ihrem einfachen Sinne auf Gott, wie es z. B. heißt: ״Sehet jetzt, daß ich, ich es bin" (das. 32, 39), theils wird in dem Gesänge zun« israelitischen Volke gesprochen, wie man zu Anwesenden redet, so heißt es: ״Gedenke der Tage der Vorzeit" (V. 7). ״Den Hort, der dich gezeugt, hast du vergessen" (V. 18), dann wieder, als ob von Abwesenden die Rede ist, wie z. B. ״Sie ereiferten mich durch Ungötter" (V. 21); ״Denn es richtet der Ewige sein Volk" (V. 36), während in Wirklichtest Alles als Anrede Gottes an die Menscheil aufzufassen ist. In gleicher Weise ist auch in diesem Buche der Ausdruck הנני zu deuten, wie שמעה תפלתי ,אחון את עברי wie פציני ,אשמע הפלתם והצילני wie פינו אשע תפתם ,אפצם ואצילם und so auch der übrige Inhalt dieses Buches. Alles sind Worte Gottes und nichts darin Worte von Menschen. ׳Nach Vorausschickung dieser kurzen Einleitung »vollen »vir die Uebersetzung beginnen mit der göttlichen Hülfe »md unter seinem Beistand.

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