Magazin für die Wissenschaft des Judenthums
- Journal
- Magazin für die Wissenschaft des Judenthums
- Volume
- 8 (1881)
- Issue
- 1 (1881)
- Date
- 1881-01-01
- Page
- Seite 90 (sequence 93)
- Language
- German
- Belongs to
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90 C1׳ b 11 banon wächst er empor" (92, 13), desgleichen mit Bezug auf die Bestrafung der Sünder, wie ״Sie haben Gift, gleich dem Gifte der Schlange, wie die taube Otter, die ihr Ohr verstopft" (58, 5); ״Bevor eure Töpfe die Dornen riechen, so das Rohe, wie die Glut stürmt er es hinweg" (das. 10). Die Gotteswerke und das Walten seiner Vorsehung wird nach verschiedenen Richtungen hin erwähnt, theils, wie sein Walten bei der Schöpfung sich bewährte, z. B. ״Der ausspannte die Erde über den Wassern, denn ewiglich währt seine Huld" (136, 6), theils wie seine Allmacht immerdar andauert, z. B. ״Er läßt Gras sprossen für das Vieh und Kraut dem Dienste der Menschen" (104, 14), ״Er thikt den Willen derer, die ihn fürchten und ihr Flehen hört er und rettet sie" (145, 19), wie sein Walten nach dem Zeugnisse und der Erfahrung der Menschen sich bewährt, z. B. ״Gehofft habe ich auf den Ewigen und er neigte sich zu mir und hörte inein Flehen" (40, 2), ״Ich suchte den Ewigen und er hat mich erhört" (34, 5) und a. a. O., wie er ferner in der vergangenen Zeit seine Wunderthaten gezeigt z. B., ״Er verwandelte das Meer in Trocknes" (66, 7), ״Da er in Mizrajini seine Zeichen gethan, seine Wunder in Zoan's Gefilde" (78, 43). Die Worte wenden sich an die Menschen, als ob sie zugegen wären, z. B. ״Singet der Ehre seines Namens", ״Sprechet zum Herrn, wie gewaltig sind Deine Werke" (66, 3), und andrerseits wird von ihnen, tvic von Abwesenden gesprochen, z. B. ״Sie preisen Deinen Namen, groß und furchtbar, heilig ist er" (99, 3), ״Und sie singen von den Wegen des Ewigen, denn groß ist die Herrlichkeit des Ewigen" (138, 5). Durch diese zehn und ihnen ähnliche Formen der Rede will Gott die Menschen zum Gehorsam anleiten. Was die Anspornung znm Guten und die Zurückhaltung vom Bösen betrifft, so kommt diese in dem göttlichen Walten als Lohn und Strafe zum Ausdruck und äußert sich als gute Verheißung und als Strafandrohnng. Wir finden dieselbe daher oft verbunden mit den Geboten und Verboten, wie wir dies oftmals in diesem Buche erläutern werden. Ich habe es für nöthig erachtet, diese Erläuterung voranzuschicken, damit nicht etwa der Leser dieses Buches seinen Sinn auf die Verschiedenheit der Ausdrucksweisen richtet, und Worte,