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Magazin für die Wissenschaft des Judenthums · 1881-01-01 · 1 (1881) · p. Seite 77

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Journal
Magazin für die Wissenschaft des Judenthums
Volume
8 (1881)
Issue
1 (1881)
Date
1881-01-01
Page
Seite 77 (sequence 80)
Language
German
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IRI
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Saadia'S Einleitung znm Psalmenkommentar. 77 hier 1 2.כי יודעה' דרך צדיקים) In diesen 13 (?)Bedeutungen wird das Wort ידע angewandt?) Nachdem wir nunmehr die Worte der Uebersetzung erläutert haben, wenden wir uns dazu, den Sinn dieses ersten Capitels durch eine ausführliche Erklärung desselben zu eruiren. Es wird in demselben den Frömmelt Lob gespendet und ihnen Glück derheißen wegen ihres gottesfürchtigen Wandels. Der Psalm beginnt mit dem Worte אשדי- Dasselbe bedeutet ״gut ist, trefflich handelt" und soll nicht die Verheißung des in den folgenden Worten 11 והיד, כעץ ׳שתול. s. w. ausgesprochenen Gotteslohnes einleiten, bezeichnet vielmehr die vorangestellte Ankündigung und Absicht der Belohnung. Wenn Gott einem Menschen Lohn verspricht, so heißt es: ״Gut sind sie", oder ״wie schön ist ihre Handlungsweise", oder ״wie trefflich ist ihr Thun" oder ähnlich. Damit lvird die Ankündigung einer vollkommenen Belohnung je nach ihrer Art ausgedrückt. In diesem Sinne sagt Gott zu unseren Vorfahren: הטיבו אשר דכדו (Deut. 5, 25). Hier ist die Ankün digung des Lohnes neben ihre Worte gesetzt: ושמענו ועשינו (ibid. V. 24). Der Lohn selbst folgt lveiter in den Worten למען ״טב להם ולבניהם לעלם (V. 26). In gleicher Weise heißt es von David: auch hier (I K. 8, 18) יען אשר היה עם לבבך לבנוה ביה לשמי הטיבות ist die Absicht der Belohnung augedeutet. So auch in den Schriftstellen :אשרי נשוי פשע (Ps. 32,1), אשרי אנוש יעשה זאת (Jes. 56, 2), אשרי אדם מצא חכמה (Spr. 3, 13), sowie in den übrigen Versen, in denen אשרי vorkommt, derer es 24 in diesem Buche und 7 in den anderen Theilen der Schrift giebt. In allen — ich führe sie der Kürze wegen nicht an — ist derselbe Gedanke ausgedrückt. Die Erkenntniß aber, daß es in Gottes Absicht liegt, den Menschen zu belohnen, erfüllt die Seele mit Vertrauen und veranlaßt uns, Unrecht und Spott zu meiden, lieber diese Seite des göttlichen Waltens belehrt uns sowohl die 1) Das erste Wort des hebräischen Nerses ist nnleserlich. Bermuthlich meint S. die Stelle Hosea 8, 4 *״ השירו ולא ידעתsie wählen Fürsten. die ich nicht gekannt״, d. h. wider meinen Willen, weil sie meine Gesetze verachten und daher nicht unter die Zahl meiner Freunde gezählt werden können.״ Vgl. Targum 11. Kimchi. 2) In demselden Sinne übersetzt v. Targum. 6

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