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Magazin für die Wissenschaft des Judenthums · 1881-01-01 · 1 (1881) · p. Seite 72

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Journal
Magazin für die Wissenschaft des Judenthums
Volume
8 (1881)
Issue
1 (1881)
Date
1881-01-01
Page
Seite 72 (sequence 75)
Language
German
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72 Lohn Mittheilung an die Israeliten offenbart hat, wie es heißt: ״Und nun schreibet euch diesen Gesang auf und lehret ihn die Kinder Jsrael's" (5 B. M. 31, 19). Wir sehen in demselben die Rede übergehen von Person zu Person und von einer Beziehung zur anderen, ohne daß deshalb die Form eine unregelmäßige oder gar unzulässige wäre, weil man sich solcher Redeweise in der Sprache zu bedienen pflegte. Der Gesang beginnt mit den Worten des Moscheh: ״Horchet auf, ihr Himmel, ich will reden, und es vernehme die Erde die Worte meines Mundes. Es träufle wie Regen meine Lehre, fließe wie Thau meine Rede, wie Regenschauer auf's Grüne und tvie Güsse auf's Gras. Denn den Namen des Ewigen rufe ich an, gebet Ehre unserem Gotte! Der Hort, uutadelig ist sein Werk, denn alle seine Wege sind gerecht, ein Gott der Treue, sonder Trug, gerecht und grade ist er" (5 B. M. 32, 1 4). Hierauf folgt eine Mahnung an das Volk wegen seines Ungehorsams, als ob zu Abwesenden gesprochen würde. ״Nicht sein ist das. Verderben, seiner Kinder Fehl, ein Geschlecht krumm und tückevoll" (5). Im Verfolge der Zurechtweisung wendet sich nun die Rede an die anwesenden Israeliten: ״Wie, dem Ewigen, vergeltet Ihr also, unwürdiges, unweises Volk? Ist er nicht dein Vater, der dich sich geeignet? er hat dich gemacht und eingerichtet. Gedenke der Tage der Urzeit, erwäget die Jahre vergangener Geschlechter, frage deinen Vater u. s. w. Da der Höchste den Völkern Besitz gab, da er abtheilte die Menschensöhne" u. s. w. (6—8). Jetzt folgt eine allgemeine Erwähnung der besonderen Bevorzugung Jsrael's, ohne daß das anwesende Volk angeredet zu werden scheint: ״Denn des Ewigen Theil ist sein Volk u. s. w. Er fand es im Lande der Oede u. s. w. Wie der Adler sein Nest bewacht u. s. w. bis zu den Worten ״vor denen euren Välern nicht gegraut" (9—17). Inmitten dieser Schilderung der Undankbarkeit des Volkes wird in einem Verse die Mahnung an das anwesende Volk gerichtet: ״Du wurdest feist, stark und beleibt" (15). Dasselbe geschieht am Schluffe dieses Abschnittes: ״Den Hort, der dich gezeugt, verließest du u. s. w. (18). Jetzt wechselt die Form der Rede, indem in den nächsten Versen Gott redend eingeführt wird: ״Und er sprach, verbergen will ich mein Antlitz vor ihnen u. s. w. bis zu den Worten: ״Wäre es nicht.

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