Magazin für die Wissenschaft des Judenthums
- Journal
- Magazin für die Wissenschaft des Judenthums
- Volume
- 8 (1881)
- Issue
- 1 (1881)
- Date
- 1881-01-01
- Page
- Seite 71 (sequence 74)
- Language
- German
- Belongs to
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Saadia'S Einleitung jum Pfalmenkoinmentar. 71 nicht gelegt hat, ist, wer Reichthum erwirbt und nicht mit Recht. In der Mitte seiner Tage wird er ihn verlaffen und am Ende ist er ein Verachteter. Hoffnung Israel's, o Ewiger! alle, die Dich verlaffen, werden zu Schanden, und die von mir abfallen, werden ausgezeichnet im Lande, daß sie verlaffen haben die Quelle lebendigen Wassers, den Ewigen. Heile mich. Ewiger, und ich werde geheilt, hilf mir und mir ist geholfen, denn mein Ruhm bist Du." (17, 7-14). Auch in diesen acht Versen wechselt fortwähreird die Form der Rede. Zuerst wird den Gottesfürchtige« Heil und Segen versprochen nicht aus dem Munde Gottes, dann wieder beziehen die Worte sich wieder deutlich auf Gott, daß ihm alle Geheimnisse enthüllt seien. Hierauf folgt eine allgemein gehalteile Strafandrohung, die an keine bestimmte Person gerichtet ist, dann wieder werden Worte des Volkes angeführt und endlich ist der letzte Satz in Form eines Gebetes ausgedrückt, mit welcheur der Prophet sich an Gott wendet. Dennoch enthalten alle diese Sätze bei genauer Erwägung und aufmerksamer Betrachtung doch nur eine Verkündigung Gottes, der Glück und Segen verheißt dem, der auf ihn vertraut, er werde einem Baume gleichen, gepflairzt an Wasserbächen, dessen Laub nicht welkt. Mir, so spricht Gott, sind nicht verhüllt des Herzens Geheimnisse. Ich, der Hocherhabene, tverde es dein Reichen, der unrechtmäßiges Gut sich erworben, ergehen lassen gleich dem Rebhuhn, das auf fremde Eier sich setzt uird von dem Brüten nichts als die Mühe hat, und wenn das Küchlein das Ei zerbricht und auskriecht, so gleicht es seinem ursprünglichen Erzeuger?) Wer niir, den; Alles gehört, nicht gehorcht, hat jede Hoffnung verloren. Wer mich aber um Heilung bittet in Krankheit, beit werde ich heilen, unb wer mich um Hülfe anfleht, wird Hülfe erlangen und durch mich werden des Lobes theilhaftig, die desselbeil würdig sind. Solcher Wechsel der Rede ist in der hebräischen Sprache erlaubt und nicht als Abweichung von dem Zulässigen zu betrachten. Dem entsprechend ist auch die Form des Gesanges, den Gott seinem Abgesandten, dein Moscheh — er ruhe in Frieden — zur 1) Bergt. Targlim z. St. הא הקוראה דמבנש בעין דלא דיליה ומשחק אפרוחק דבתרוהי לא יהכון.