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Magazin für die Wissenschaft des Judenthums · 1881-01-01 · 1 (1881) · p. Seite 27

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Journal
Magazin für die Wissenschaft des Judenthums
Volume
8 (1881)
Issue
1 (1881)
Date
1881-01-01
Page
Seite 27 (sequence 30)
Language
German
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Sechsunddreißigster Psalm. 27 dargestellt werden. — Das Haus Gottes in diesem Verse ist hier wohl die ganze Welt, insofern diese den Frommen als des himmlischen Vaters Haus erscheint. Vgl. Num. 12, 7. — V. 10—13. In dem sich anschließenden Gebete bekennt sich der heil. Sänger zunächst zu der Ueberzeugung, daß alles Heil nur von Gott zu erwarten (V. 10). Dann ersteht er für die geradsinnigen Gottesverehrer mit Gottes Gnade auch den Geist gottergebener Rechtschaffenheit (V. 11), erfleht er für sich, daß er vor eigenem Hochmuth und bösen Verführern bewahrt bleiben möge (V. 12), durch deren Einfluß viele Menschen von Gott losgeriffen worden und der Sünde erlegen seien (V. 13). V. 10. Durch 13 wird die zweite Hälfte des achten Verses begründet, daß die Menschenkinder bei Gott Bergung suchen sollen. Im Anschluß an diese Mahnung steht das Gelübde, wonach der Betende (und seine Gesinnungsgenossen) nur in dem von Gott gesendeten Heile das wahre Heil erblicken wollen, gleichzeitig die Bitte, daß ihnen durch Gottes Gnade hierzu Gelegenheit geboten werde. Der Uebergang der Rede in die erste Person charakterisirt, was Grätz übersehen hat, den Beginn des eigentlichen Gebets. — Weil der zweite Theil sich als Ausführung an den begründeten Vers 8 anschließt, ist >3 zum leichtern Verständniffe in der Uebersetzung auf das Nachfolgende bezogen und mit ״weil" übertragen. — ״Licht schauen" steht oft für Heil empfangen, z. B. Jes. 9, 1. — V. 11. Es ist nicht abzusehen, warum Ew., De W., Hupf., Del. u. A. unter Hinweisung auf Ps. 109, 12 und Jerem. 31, 2 langsam hinziehen, erhalten übersetzen, da in der ersten Stelle, wie in der unsrigen, die Bedeutung zuleiten ausreicht, und in der zweiten Israel in Gnade zu Gott geführt wird. Für unsere Stelle muß noch besonders an Vers 6 erinnert werden, nach welchem der Fromme (ungleich den hochmüthigen Frevlern des folgenden Verses) das Glück seines Lebens nur bei Gott im Himmel sucht: von da kommt es nicht von selbst, sondern es muß ihm auf seine Bitte durch einen besondern Gnadenact zugeführt werden. ידע ursprünglich an Etwas denken (z. B. Exod. 33, 12, Jer. 1, 5, Spr. 3, 6, Hiob 24, 1).

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