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Magazin für die Wissenschaft des Judenthums · 1881-01-01 · 1 (1881) · p. Seite 25

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Magazin für die Wissenschaft des Judenthums
Volume
8 (1881)
Issue
1 (1881)
Date
1881-01-01
Page
Seite 25 (sequence 28)
Language
German
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Sechsunddreißigster Psalm. 25 lichen Beistandes bedarf (V. 7). Erkenntniß des unschätzbaren Werthes göttlicher Gnade erhält die Menschen in dem Gefühle dauernder Abhängigkeit von Gott (V. 8) und in dem beglückenden Bewußtsein Seiner andauernden Huldbeweise (v. 9). — V. 6. Nicht ohne Absicht ist in בהשמים die Syncope unterlassen. שמים bedeutet ursprünglich nur Höhe (Vgl. Wbb. und das im Arab. erhaltene Wurzelwort), daher auch z. B. die zur Erde gehörenden Luftschichten, innerhalb deren die Vögel fliegen (Gen. 1, 20). Hier aber ist die höchste Höhe 'שמי ה$מ, oder vielmehr der Himmel gemeint, der von der Erde gänzlich isolirte Höhenraum, in welchen die an räumliche Verhältnisse gebundene Vorstellung Gott versetzt, lim Seine Erhabenheit zu versinnlichen. — Wäre linier אמונתן Gottes Treue zu verstehn, so enthielte das ״Reichen bis zu den Wolken" ein Siilken der Darstellung. Auch deutet ja das Wort עד darauf, daß die Treue auf der Erde wohne. Delitzschs Hinweisung auf Ps. 57, 11 bietet keine Analogie, weil dort von Gottes auf her Erde sich äußernder Gnade und Treue die Rede ist. Nachdem aber in unserem ersten Halbverse Gottes Gnade in den Himmel versetzt ist, kann ״Deine Treue, die bis zu den Wolken reicht," nur die Treue der Menschen gegen Gott bezeichnen. Daß diese aber wegen ihrer Abhängigkeit von der im Himmel wohnenden göttlichen Gnade ungleich beständiger sei, als rein menschliche Tugend, darin liegt der Kerngedanke des ganzen Psalms. Diesen Kern hat Grätz zerstört, indem er 'בה<ע in 'כהש emendirte. V. 7. Der Vers wird treffend erlälitert durch die Bemerkung des Midrasch Tauch, zu Anfang Numeri: Wie die Berge offenkundig, so Gottes Wohlthun; wie die Fluth unergründlich, so auch Sein Gericht. Aber die Gottesberge sind auch fest und unerschütterlich, so auch die צדקה Gottes. Doch was ist unter dieser zu verstehen? Nach Analogie von אמונתך im vorigen Verse könnte man an die Gerechtigkeit der Menschen denken, wie solche im Dienste Gottes sich entwickelt. Die Festigkeit dieser 'צד ist ja das eigentliche Thema des Psalms. Aber es scheint nicht passend, irgendwelche Menschentugend unerschütterlich, gleich Bergen zu nennen. Auch muß wohl der Ausdruck ebenso, wie in V. 11 gedeutet werden, und da dort die 'צד erst zu den Red-

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