Magazin für die Wissenschaft des Judenthums
- Journal
- Magazin für die Wissenschaft des Judenthums
- Volume
- 8 (1881)
- Issue
- 1 (1881)
- Date
- 1881-01-01
- Page
- Seite 24 (sequence 27)
- Language
- German
- Belongs to
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24 Feilchenfeld in der Bedeutung suchen, wie 1 Sam. 20, 21. 36) um es zu Haffen, um es in seiner Häßlichkeit kennen zu lernen. Diese meisterhafte psychologische Zeichnung des Versuchers ist den Auslegern entgangen. Grätz interpolirt in der zweiten Vershälfte ein neues, verändert zwei alte Worte und bekundet doch durch ein beigefügtes Fragezeichen, daß er selbst durch seine Erklärung nicht befriedigt sei. V. 4. Das Suffix in פיו kann sich nicht auf den Sünder bezieh«. Denn wenn er schon Unheil und Betrug geredet hat, womit wird er sich dann noch auf den nicht guten Weg stellen? Vielmehr waren die verführenden Worte der Sünde, des פשע im vorigen Verse (da die Sünde doch nur in der Brust des Sünders wohnt, ist der Wechsel dieser Subjekte in dem Verse leicht zu ertragen) nur unheilvoller Betrug. Denn sie haben bewirkt, nicht daß er das Unrecht hasse, sondern daß er aufgehört hat, wie er dies früher gethan, auf gute Werke zu sinnen. Bezüglich der Bedeutung des להשכיל sorgen, trachten vgl. Ps. 41, 2; Spr. 16, 20; 21,12. — Delitzschs Bemerkung להשכיל להטיב sei ebenso ein Asyndeton, wie לשנוא 'V למצא, ist insofern richtig, als beide Phrasen dies nicht sind; in beiden ist der zweite Infinitiv vom ersten abhängig. — V. 5. Jetzt trachtet der Sünder auch nach Unheil (חשב planen, wie Genes. 50, 20), aber znerst nur in Gedanken auf seinem Lager, vgl. Ps. 17, 3, bald auch mit Handlungen, zuerst mit nicht guten, alsdann mit schlechten betritt er die Bahn des Lasters. יתיצב על דרך bezeichnet das unschlüssige Probiren. Die Schilderung dieses stufenweisen Niedergangs ist den Auslegern ebenfalls entgangen. Daß bei דע nochmals דק״ zu ergänzen, hat Grätz richtig erkannt. — V. 6—9. Dem stufenweisen Niedergange der Gottentfremdeten wird hier die Festigkeit der Gottesverehrer gegenüber gestellt: Weil Gottes Gnade eine überirdische, ist die Treue Seiner Verehrer dem Wechsel irdischer Verhältnisse, also auch menschlicher Stimmungen entrückt (V. 6). Die auf Gott sich stützende Rechtschaffenheit ist unerschütterlich, weil Seine Strafgerichte fürchterlich sind, und weil der Mensch nicht weniger, als das Thier, gött-