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Magazin für die Wissenschaft des Judenthums · 1881-01-01 · 1 (1881) · p. Seite 14

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Journal
Magazin für die Wissenschaft des Judenthums
Volume
8 (1881)
Issue
1 (1881)
Date
1881-01-01
Page
Seite 14 (sequence 17)
Language
German
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14 Cohn nimmt er sich ein Beispiel daran und die Erzählung hat dann für ihn denselben Zweck, als wenn er durch eigene Erfahrung belehrt worden wäre, die dann nicht mehr nöthig ist. Nicht minder bedarf es einer Schilderung der Größe Gottes, seiner Weisheit, seiner Erhabenheit und seiner Allmacht, damit die Menscheu ihn ehrfürchten und sagen, wie können wir einem so vollkommenen Wesen gegenüber, uns ungehorsam oder widerspenstig bezeigen? wer mit solchen Eigenschaften begabt ist, wird sicherlich seine Verheißungen in Erfüllung gehen und die von ihm angedrohten Strafen eintreten lassen, denn er ist allmächtig und gerecht. Die Erwähnung des Gebetes, der Bitten und des Flehens ist nöthig, um die' Menschen an ihre Schwäche und Ohnmacht zu erinnern, ihnen begreiflich zu machen, daß Gott allein ihre Zuflucht sei, damit sie zu ihm sich wenden, demüthig sich seinem Willen unterwerfen und seine Gebote und Verbote beachten. Die Worte der Gebete aber sollen andeuten, wie allein Gott anzurufen Jet.1) Nach diesen Auseinandersetzungen wird es einleuchten, daß die genannten 18 Ausdrucksweisen trotz ihres verschiedenen In- Haltes alle die Wichtigkeit der Gebote und Verbote hervortreten lassen sollen. Was mich aber veranlaßte, diese verschiedenen Redeweisen in der Einleitung zu diesem Buche zu besprechen und zu zeigen, wie auch in ihm das Gebot und Verbot der Mittelpunkt des Inhaltes ist, war folgende Erwägung. Ich sah, daß manche unserer Religionsgenossen in dem Glauben befangen sind, oer Prophet David habe dieses Buch aus eigenem Antrieb verfaßt. Die Veranlaffung zu dieser ihrer Meinung war, wie ich glaube, die Menge der Bitten und Gebete, die sie darin fanden. Diese Ansicht veranlaßte sie das Buch in Beziehung seines Ursprunges 1) Cfr. Emmi. wed. II. Anfang. Die Erwähnung der Eigenschaften Gottes in den Gebeten soll auf diejenigen beschränkt bleiben, die schon in der heiligen Schrift Gott beigelegt werden. Wir vermögen die wahre Größe Gottes nicht zu erfassen, beeinträchtigen daher seine Erhabenheit, wenn wir ihm bestimmte Eigenschaften zuschreiben. Vgl. Berach 33d אגן הגי תלת דאמרי׳ אי לאו דאמדינהו משה באורייתא י י י׳ לא הויגן יכו?2'( למימר לתו. S. auch Maimvn. 7 ,9 ה׳ תפלה; More Neb. I, 59.

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