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Magazin für die Wissenschaft des Judenthums · 1881-01-01 · 1 (1881) · p. Seite 13

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Journal
Magazin für die Wissenschaft des Judenthums
Volume
8 (1881)
Issue
1 (1881)
Date
1881-01-01
Page
Seite 13 (sequence 16)
Language
German
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Saadia's Einleitung zum Psalmenkommeniar. 13 Gebote, alle Bitten, alle Lobpreisungen und Verherrlichungen Gottes zusammengestellt, weil sonst die Reihe jeder einzelnen Art zu umfangreich und es lästig sein würde, sie zu lesen oder anzuhören. Darum sind sie in der Weise unter, einander gemischt, daß, wenn Jemand nach längerer Beschäftigung mit den Bitten des Lesens derselben überdrüssig geworden, er sich hinüber geleitet sieht zur Erzählung. Hat er hiervon etwas mit Aufmerksamkeit und Verständniß gelesen und findet keinen Gefallen mehr daran, so wird er hingeführt zum Gebote oder Verbote, hat er deren Bedeutung erkannt, dann tritt ihm der Lohn oder die Strafe vor Augen. Auf diese Weise wird dem Leser der Inhalt der heiligen Schrift verständlich und prägt sich ihm fest ein. Das Gotteswort in seiner Vollkommenheit verschafft ihm Seelenruhe und er fühlt sich nicht davon zurückgestoßen. Da nun aber der Hauptzweck der Schrift in den Geboten und Verboten beruht, während die anderen 16 Arten der Rede als minder wichtig damit verbunden sind, so tritt auch die Tendenz dieses Buches, wenn auch alle jene Ausdrucksweisen darin Vorkommen, ganz besonders in dem Gebot und Verbot hervor.') Es sind aber auch die anderen 16 Arten nöthig, um jene beiden zu verstärken und zu ergänzen. Was könnte wohl den Menschen mehr anspornen, einem Gebote nachzukommen, als wenn ihm klar gemacht wird, welchen Nutzen und welche gute Folgen die Beobachtung desselben für ihn hat, was hält ihn wohl mehr zurück, von der Verletzung eines Gebotes, als wenn ihm der Schaden und die bösen Folgen der Uebertretung dargelegt werden? Es ist hiernach klar, daß die guten Verheißungen und Strafandrohungen Hinweisen sollen aus die Wichtigkeit der Gebote und Verbote. Aus diesem Grunde ist es aber auch nöthig, daß wir von dem Leben und den Schicksalen der Heimgegangenen Frommen etwas erfahren. Denn wenn Jemandem etwas befohlen oder verboten wird und man ihn« sagt: Thue nicht also, damit du nicht dieselbe Strafe erleiden mußt, wie Dieser oder Jener, oder: Thue dieses und du wirst desselben Glückes theilhaftig werden, dessen Jener sich erfreuete, so I) Bgl. Mid,׳. Tebillim 78:!1א יאמר אדם שאין הטזמורות תורה אלא תורה הם ולא המזמורות לבד אלא אף החידות,

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