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Magazin für die Wissenschaft des Judenthums · 1881-01-01 · 1 (1881) · p. Seite 11

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Journal
Magazin für die Wissenschaft des Judenthums
Volume
8 (1881)
Issue
1 (1881)
Date
1881-01-01
Page
Seite 11 (sequence 14)
Language
German
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Saadia's Einleitung zum Psalmenkommentar. 11 thun nach deinen Worten" (1 B. M. 47, 30); in dem gleichen Sinne sagen die Einwohner von Jabes-Gilead: ״Morgen werden wir zu euch hinausgeheu" (1 Sam. 11, 10) und der Prophet Nathan sagt: ״Ich werde nach dir kommen und deine Worte bestätigen" (1 B. d. Kön. 1, 14). In all diesen Worten ist nur eine bestimmte Zuversicht keine sichere Zusage ausgesprochen?) Die vierte Art der Ausdrucksweisen ist die gebietende und verbietende. Diese beiden Redeformen treten hervor in der heiligen Schrift, wie zwei Pole, um welche sich eine Kugel dreht und wie zwei Stützen, auf denen ein Gebäude ruht, ohne daß deshalb die Nothwendigkeit der anderen Redeweisen aufgehoben wäre. Entweder werden hierbei Einzelne angeredet oder die Gesammtheit. Gebote an Einzelne gerichtet in der Torah sind z. B.: ״Den Ewigen Deinen Gott sollst Du ehrfürchten, ihm sollst Du dienen" (5 B. M. 6, 13); ״Ehre deinen Vater und deine Mutter" (2 B. M. 20, 12), und in diesem Buche: ״Vertraue auf den Ewigen und thue Gutes" (37, 3); ״Hoffe auf den Ewigen, sei stark und muthig sei dein Herz" (27, 14). An die Gesammtheit wendet sich das Gebot in der Torah, z. B. ״Dienet dem Ewigeil eurem Gott" (Exod. 23, 25); ״Beobachtet und übet (die Gebote)" (Deut. 4, 6), und in diesem Buche: ״Verlanget nach. dem Ewigen und seiner Hoheit, suchet sein Antlitz beständig" (105, 4); ״Vertrauet auf ihn zu jeder Zeit" (62, 9). Beispiele für ein an die Einzelnen gerichtetes Verbot sind in der Torah: ״Du sollst nicht morden, du sollst nicht ehebrechen (Exod. 13) u. a.; in diesem Buche: ״Werde nicht unmuthig wegen der Bösewichter, beneide nicht die Uebelthäter (37, 1) und ähnliche Stellen, wie z. B. ״Fürchte nicht, wenn Einer reich wird" u. s. w. (49, 17). An die Gesammtheit wendet sich die Abmahnung in der Torah: ״Ihr sollt nicht stehlen, nicht ableugnen und nicht belügen einer den andern" (Lev. 19, 11) und in diesem Buche in den Stellen: ״Zittert und sündigt incht" (4, 5); ״Vertrauet nicht auf erpreßtes 1) Nur Gott, dessen Berheißnugeii untrüglich sind, kann daher für die Zukunft etwas sicher versprechen. — Für die ausgleichende Gerechtigkeit Gottes durch Bestrafung der Sünder im künftigen Leben ist in der Handschrift keine Bibelstelle angeführt.

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