Magazin für die Wissenschaft des Judenthums
- Journal
- Magazin für die Wissenschaft des Judenthums
- Volume
- 8 (1881)
- Issue
- 1 (1881)
- Date
- 1881-01-01
- Page
- Seite 9 (sequence 12)
- Language
- German
- Belongs to
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Saadia'S Einleitung znm Psalmenkommentar. 8 den Entschluß hervorzurufen, ihre Weise nachzuahmen. Nicht minder häufig in diesem Buche. Es wird Pinchas erwähnt in den Worten: ״da trat Pinchas auf und schlichtete .... und es ward ihm angerechnet zum Verdienste" (106,30—31), oder von David wird erwähnt ״und er leitete sie in der Einfalt seines Herzens" (78, 72). Andrerseits das Leben der Sündhaften, dessen Mittheilung uns mahnen soll, nicht ihren Pfaden zu folgen. In diesem Sinne erzählt uns die Schrift von den מרננים, den מתאוננים und den 1;נצמדים) in gleicher Absicht wird in diesem Buche derer erwähnt, von denen es heißt: ״Bald vergessen sie seine Werke" (106, 13). ״Und sie kränkten ihn durch ihre Höhen" (78, 72). Oder es werden die Worte den Menschen in den Mund gelegt, welche Gott — hocherhaben ist er — durch die Erwähnung seiner Wunderwerke vor der Zeit des Adam verherrlichen, wie es z. B. heißt: ״Du hast angeordnet Licht und Sonne, du hast festgestellt alle Grenzen der Erde" (74, 16—17), desgleichen durch Aufzählling der Wohlthaten, die er in späterer Zeit den Israeliten erzeigt: ״Du mit deiner Hand triebst Völker aus und sie pflanztest Du ein" (44, 3), ״Du hast gespalten Quell und Bach" (74, 15). Der Zweck solcher Gottesverherrlichung ist in dem Menschen das Gefühl der Furcht und Ehrfurcht vor dem Schöpfer zu verstärken, damit sich dieser Gottesthaten stets erinnnere, wer sie bereits gekannt, und damit sie kennen lerne, wem sie bisher unbekannt gewesen. Was die gegenwärtige Zeit betrifft, so laffen sich hier wiederum jene zwei Theile unterscheiden. Entweder redet die Gottesstimme, indem das Wesen Gottes geschildert wird, wie es sich äußert in dem Walten seiner Allmacht und Erhabenheit, auf daß alle Menschen ihn ehrfürchten. So lesen wir in diesem Buche: ״Denn der Ewige liebt das Recht und verläßt nicht seine Frommen" (37, 28), ״denn gerecht ist der Ewige, liebt Gerechtigkeit" (11, 7). Oder es werden Menschen redend eingeführt, indem dieselben ihrer Schwäche, ihrer Ohnmacht und ihrer Hilflosigkeit gedenken, wie es in diesem Buche heißt: ״Siehe, spannenlang hast Du meine Tage gemacht und meine Darier ist wie Nichts Dir 1) Vgl. 4 B. M. 11 und 25, 5 הנצמדים לבעל פעור.