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Magazin für die Wissenschaft des Judenthums · 1881-01-01 · 1 (1881) · p. Seite 4

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Journal
Magazin für die Wissenschaft des Judenthums
Volume
8 (1881)
Issue
1 (1881)
Date
1881-01-01
Page
Seite 4 (sequence 7)
Language
German
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4 Cohn vorbereitete. Die Psalmen seien zunächst bestimmt gewesen zur Benutzung beim Tempeldienste, und zwar durften nach der Anordnung Davids die einzelnen Psalmen nur von bestimmten Sängerfamilien, nach bestimmten Sangesweisen, mit bestimmter Instrumentalbegleitung, zu einer bestimmten Tageszeit oder festlichen Gelegenheit und an bestimmten Orten des Tempels vorgetragen werden. Das ganze Buch habe eine Gottesstimme dem David offenbart, und wo in den Ueberschriften der Psalmen sich neben David noch andere Namen fänden, wie Asaf, Jedutun u. s. w., sei dies nicht etwa dahin zu deuten, als ob die betreffenden Psalmen von diesen Mäunernjsgedichtet seien. Es werde dadurch nur bezeichnet, daß David diesen bestimmten Oberhäuptern der Leviten den Psalm zum Vortrag im Tempel übergeben habe. — Es folgt hierauf eine ausführliche Erklärung der Psalmen-Ueberschriften, speciell mit Bezugnahme auf die in denselben vorkominenden Namen und jedesmaligem erläuternden Hinweis auf die Bibelstellen, in denen diese Namen sich finden. — Der ganze Inhalt der Psalmen, in welcher Redeform derselbe auch ausgedrückt wäre, sei nur als Belehrung und Ermahnung Gottes aufzufassen. So enthalte z. B. der Ausspruch Davids לא נשא לבי ולא רמו עיני das Gebot Gottes an die Israeliten: ״Seid nicht hochmüthig, blicket nicht stolz mit den Augen, und verachtet nicht Andere, denn ich bin an Macht und Hoheit über euch alle erhaben" u. s. w. Eine gleiche Auffassung liege auch dem richtigen Verständnisse anderer Bücher der heiligen Schrift zu Grunde, wie dies S. aus mehreren von ihm im Zusammenhang erklärten Versen aus Jesaia und Jereinia nachzuweifen sucht, in denen die verschiedensten Redewendungen neben einander Vorkommen. Solcher Wechsel der Rede finde sich auch in den! Gesänge des Moscheh (האזינו), was ausführlich erläutert wird. - Saadia versucht hierauf bestimmte Principien aufzustellen, nach denen man die Reihenfolge der Psalmen erklären könne, die bezüglich der in den Ueberschriften angedeuteten historischen Beziehungen nicht der thatsächlichen Aufeinanderfolge der Ereignisse entsprächen, und wendet sich nach diesen weitläufigen Auseinandersetzungen zu einer ebenso weitschweifigen Erklärung der vier ersten Psalmen, die gewissermaßen als Probe seiner Jnterpretationsweise dienen soll, und bei

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