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Magazin für die Wissenschaft des Judenthums · 1881-01-01 · 1 (1881) · p. Seite 2

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Journal
Magazin für die Wissenschaft des Judenthums
Volume
8 (1881)
Issue
1 (1881)
Date
1881-01-01
Page
Seite 2 (sequence 5)
Language
German
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2 Cohn Handschrift hat bereits Haneberg (1. o.) ausführliche Mittheilungen gemacht. Die Vorrede ist in den ersten 16 Blatt des in rabbinischer Currentschrift geschriebenen Codex enthalten; am Schluffe derselben folgt eine weitschweifige Erklärung der vier ersten Psalmen und nach dieser noch eine zweite kürzere Einleitung, in welcher indeß neue Gesichtspunkte nicht entwickelt werden. Ewald, der offenbar die Münchener Handschrift nicht gesehen, nimmt (1. <5.) mit Unrecht an, daß diese mit dem Oxforder Codex Pococke nicht übereinstimme, weil in derselben die Vor - und Nachrede fehle. Allerdings scheint auch in der zweiten Einleitung unseres Codex eine Verkürzung des ursprünglichen Werkes vorzuliegen. Ob aber diese Verkürzung, wie Ewald meint, von einem Leser oder Abschreiber und nicht vielmehr von Saadia selbst herrührt, weil im OxforderCodexHuntingt. die Rechtfertigung derUebersetzungfehlt, die S., wie in dein Commentar zu den Sprüchen (vgl. Bacher, Jbn Esra's Einleitung zum Pentateuchkommentar x. 28) in Form von Worterklärungen der eigentlichen Auslegung der einzelnen Psalmen voranschickt, möchte ick wenigstens mit Bezug auf die zweite kleinere Einleitung nicht annehmen, da dieselbe sich als ein völlig abgerundetes selbstständiges Ganze darstellt, und nicht als ein Excerpt aus der größeren Vorrede. Die Münchener Handschrift ist im Ganzen gut erhalten. Der Titel ist unlesbar, ebenso wie der Anfang und einige Stellen in der Mitte. Der Abschreiber zeigt an manchen Orten Flüchtigkeit, namentlich die Bibelstellen sind nicht selten falsch und sinnlos wiedergegeben.l) Des Urtheil Haneberg's (l. 6.) über den Inhalt der Einleitung: ״Der Verfasser hat sich die Erbauung zum Ziele gesteckt, die biblische Kritik gewiirnt nichts aus diesen Blättern" ist nur in beschränkter Weise zutreffend. Abgesehen davon, daß die Einleitung schon dadurch exegetischer Natur ist, weil im Verfolge der Erörterungen darin Erklärungen gelegentlich beigebrachter Bibel- Verse Vorkommen, abgesehen davon, daß ja auch Saadia's Com- 1) Es ist dies in der Uebersetznng von mir an den einzelnen Stellen nicht immer angemerkt worden, zumal mir eine Vergleichung der Oxforder Codices nicht möglich gewesen und es mir daher für fetzt um eine kritische Emendation des Textes nicht zu thun war. Offenbare sinnentstellende Fehler habe ich in der Verbesserung übertragen.

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