Magazin für die Wissenschaft des Judenthums
- Journal
- Magazin für die Wissenschaft des Judenthums
- Volume
- 7 (1880)
- Issue
- 1 (1880)
- Date
- 1880-01-01
- Page
- Seite 259 (sequence 262)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 91% known words query
- IRI
…/2572068-2572077-2572078--1186-2573332- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
Rec ension. 259 kannt ist, der mächtige Samuel Hannagid, und Einer von ihnen hatte während eines Aufenthaltes in Saragossa das Ansehn I. G.'s bei seinen Freunden und in geselligen Zusammenkünften durch feindselige Ausfälle zu schwächen gesucht. Diesen Ausfällen tritt I. G. im K. attaswija entgegen, das der Verachtung der blinden Vertheidiger Jbn Chajüg's schonungslosen Ausdruck leiht und viele Erklärungen und Bemerkungen der friiheren Schriften neu befestigt und erörtert. Eine fünfte Schrift, die ebenfalls polemischen Inhalts war und gegen anonyme Sendschreiben der gekennzeicheten Gegner sich richtete, ist nicht mehr erhalten. Es ist das Kitäb-attaschwir, ם' ההכלמה, welches aus vier Theilen bestand, die I. G. in seinem Wurzelbuche oft anführt. Nach diesen Citaten giebt Derenbourg in der Einleitung (p. XXXVI-XLIX) eine Skizze des Inhalts des verlorenen Buches; aber er dankt es auch einem glücklichen Funde Neubauers in der Petersburger Handschriftensammlung, ein beträchtliches Fragment aus demselben (nebst einem Facsimile), sowie das zweite Capitel der ersten Sammlung der gegnerischen Sendschreiben mittheilen zu können (p. XLIX—LXXIII). — Die Bücher Jbn Chajügs und die auf dieselben sich beziehenden fünf Schriften Jbn Gauäch's bilden die Grundlage zu dem umfassenden Hauptwerke des Letztern, dem KitLb-attenkih, ׳ הדקדוקD, in dessen zwei Theilen, dem grammatischen und dem lexikalischen fortwährend auf jene verwiesen wird. Dieses Hauptwerk, dessen eingehende Würdigung noch eine zu lösende Aufgabe ist, wird iin zweiten Theile der Derenbourg'schen Einleitung*) nicht vollständig analysirt, sondern nur durch Reproduktion von interessanten Abschnitten aus demselben gekennzeichnet. Aber auch hier wird uns über Manches reiche Belehrung, so über die Omissionen in der hebräischen Bearbeitung des KitLb-alluma, (ם' הדקמה) über das Verhältniß der Grammatik I. G.'s zu seinen arabischen Mustern, über den Unterschied zwischen der hebräischen und der arabischen Vokallehre, über die Jrrthümer I. G.'s hinsichtlich der Aussprache des Hebräischen. — Aus dem *) In derselben wird auch vorübergehend von I. G. als Mediciner und Philosoph gesprochen (p. LXXV;.