Magazin für die Wissenschaft des Judenthums
- Journal
- Magazin für die Wissenschaft des Judenthums
- Volume
- 7 (1880)
- Issue
- 1 (1880)
- Date
- 1880-01-01
- Page
- Seite 256 (sequence 259)
- Language
- German
- Belongs to
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256 Recension. in der Oxforder Handschrift defekt ist, benutzte D. ein Mscr. der Sammlung Firkowitfch. Wichtige Dienste für die Feststellung der Verbesserung des arabische» Textes leistete auch die hebräische Uebersetzung der größten der herausgegebenen Abhandlungen, der Kitäb almustalhik (ספר ההשגה), welche von einem gewissen Obadja aus dem 14. Jahrh. herrührt und in einer römischen Bibliothek bewahrt wird. Vier Abhandlungen sind es, welche auf Grund der bezeichneten Handschriften*) hier zum ersten Male herausgegeben und im ersten Theile der Einleitung auch als wichtigste Quelle für die Kenntniß von I. G.'s Thätigkeit und sein Verhältniß zu den Arbeiten Jehuda ibn Chajüg's verwerthet sind. Denn es sind die Werke dieses Schöpfers der Wissenschaftlichen hebräischen Grammatik, an welche sich die edirten Abhandlungen auch äußerlich anschließen, auf welche sie fortwährend Hinweisen. Die vorliegende Ausgabe begleitet den Text I. G.'s mit dem Nachweise der besprochenen und citirten Stellen aus Ibn Chajügs Werken in den beiden hebräischen Uebersetzuugen derselben, die Dukes (1844) und Nutt (1870) veröffentlicht haben. Das Studium der Bücher I. Ch.'s über die schwachen und doppellautigen Verba, in denen die bahnbrechenden Theorien über die hebräische Stammbildung und Conjugation »iedergelegt waren, weckte das Genie und den kritischen Geist I. G.'s und, wie er in dem Vorwort zu seiner Erstlingsschrift bemerkt, war er lange Jahre hindurch damit beschäftigt, die Lücken jener Bücher auszufüllen und ihre Jrrthümer zu berichtigen. Aber erst nachdem seine Forschungen durch die Mühseligkeiten der unfreiwilligen Entfernung von seiner Vaterstadt Kordova unterbrochen worden waren und nachdem er in Saragossa eine dauernde Wohnstätte gefunden, gab er dem Drängen eines Freundes nach und vollendete das erwähnte Erstlingswerk, dessen Titel schon — KitLb almustalhik, ספר ההשגה — es als Ergänzung und Berichtigung zu den Werken seines Vorgängers und Meisters kennzeichnet. Denn als seinen Meister verehrte Ibn GanLch den Mann, an dessen Werken er so freimüthige Kritik geübt hat. *) Ausschlüsse über dieselben giebt der dritte Theil der Einleitung (p. CXVIII— OXXIV.)