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Magazin für die Wissenschaft des Judenthums · 1880-01-01 · 1 (1880) · p. Seite 187

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Journal
Magazin für die Wissenschaft des Judenthums
Volume
7 (1880)
Issue
1 (1880)
Date
1880-01-01
Page
Seite 187 (sequence 190)
Language
German
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Recensi on en. 187 mentar, zu, indem er zuvörderst die Geschichte des Textes und die literar-geschichtliche Stellung des Raschbam, insonders seine literarischen Beziehungen zu den Vorgängern und den Zeitgenossen näher ins Auge faßt, dann den Charakter der exegetischen Arbeiten und schließlich den darin erkennbaren wissenschaftlichen Standpunkt gründlich erforscht und klar darstellt. Was die Textgeschichte betrifft, so hat man es hier mit einer incorrecten und lückenvollen Handschrift zu thun, bei der die Feststellung einer Leseart um so schwieriger ist, da sie ein Unicum ist und sich daher für eine weitere Vergleichung keine Gelegenheit bietet. Um so mehr ist die Akribie anzuerkennen, welche Vers, angewandt hat und die Geduld, die ihn nie verlassen hat, um so oft hier eine richtige Lesart zu treffen oder dort eine falsche Wortstellung jzu statuiren, hier eine Weglassung von Wörtern, dort eine Doppelschreibung zu bemerken. Es wird über jedes dunkle Wort Gericht gehalten, Komma und Punkte werden streng geprüft und bis in die kleinsten Details eingegangen, um den verstümmelten und mit Schreib- und Druckfehlern übersäeten Text richtig festzustellen und seinen Wortlaut zum klaren Verständniß zu bringen. So hat Vers, durch Vergleichungen mit anderen Stellen (bei Parallelen oder in Citaten), nicht selten aber durch eigene Combinationen und Schlüffe einen kritischen Apparat hergestellt, der hinreichend sein würde, um an der Hand desselben einen brauchbaren Text des Raschbam-Commentars, nach welchem sich das Bedürfniß schon längst fühlbar gemacht hat, herzustellen. Zu den aus anderweitigen Anführungen bis jetzt bekannt gewordenen Erklärungen des Raschbam zu solchen Schriftstellen, welche in unseren Ausgaben noch fehlen, da in diesen, wie in der erwähnten unvollständigen Handschrift der Commentar erst mit dem 18. Kapitel der Genesis beginnt, werden sich aus Handschriftlichen Sammelwerken von Schrifterklärungen noch manche Beiträge zur Ausfüllung der Lücken auffinden lassen.*) Mit gleicher Genauigkeit und Sorgfalt werden dann die aus *) Zur Note 2 S. 25 möchten wir auch auf die Rga. des Alaschkar Nr. 65 Hinweisen, der aus dem großen Buch der Gebote von Mose aus Couch citirt (שבכור השפחה הוא בבור השבי) und schließt וכן כתבו שפירש הרשב״ם ז״ל.

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