Magazin für die Wissenschaft des Judenthums
- Journal
- Magazin für die Wissenschaft des Judenthums
- Volume
- 7 (1880)
- Issue
- 1 (1880)
- Date
- 1880-01-01
- Page
- Seite 178 (sequence 181)
- Language
- German
- Belongs to
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178 Recensionen. seine Fügungen das jüdische Gesetz abgeschafft habe (S. 32). Schon hatte man in dieser Umgebung die Uebersetzung der LXX an einzelnen Stellen im gesetzes- und tempelfeindlichen Sinne umgedeutet, ja gefälscht (S. 41). Zum ersten Male machte sich jetzt diese Richtung in offener Feindschaft und in einer die heiligsten Gefühle tief kränkenden und verletzenden Weise geltend (S. 33. 34; S. 34 A. 1 die interessante Erklärung von לפי שפשטו ידיהם מבול). Nun war der Bruch für immer vollzogen. Hellenismus und Christenthum hatten sich vereinigt, das kostbarste Gut der Nation, die heilige Schrift, derselben durch Umdeutung und Fälschung zum Aergerniß zu machen. Daher seit Trajan die Polemik gegen die neue christliche Lehre (S. 29); daher die nunmehr getroffenen Maßregeln gegen weiteres Eindringen von Irrlehren (S. 36. 41 und sonst); daher z. B. die Aeußerung, jene Zeit der I-XX sei als so verhängnißvoll für Israel empfunden worden wie der Tag, da das goldene Kalb gebildet ward (S. 3)^ Die Unmöglichkeit jedoch, das Griechische durch Verbote und Maßregeln aus jüdischem Kreise zu beseitigen, führte, wie Vers, weiter zeigt, bald zu dein erfolgreichern Unternehmen, gerade das Griechische zu einer neuen Uebersetzung oder Bearbeitung der Bibel zu benutzen, welche im Sinne des Gesetzes zu wirken geeignet war. So entstand unter dem Einfluß des N. Elieser und R. Josua in derselben Zeit die Uebersetzung des Aquila (S. 43). Unter den fünf Aeltesten, welche in Soferim I, 8 als griechische Uebersetzer des Pentateuch genannt werden, könnten die genannten zwei Gesetzeslehrer in Gemeinschaft mit ihren drei Genossen, welche ihre Mitschüler bei R. Jochanan b. Sakkai gewesen waren (Abot II, 8), als prüfende Autoritäten verstanden werden, oder es wäre an die Uebersetzung des Aquila und noch an vier andere griechische Uebersetzungen (des Symmachus, Theodotion und zweier anderen) zu denken, wobei allerdings eine ungenaue Erinnerung in dein nachtalmudischen Tractat Soferim anzunehmen wäre (S. 4). Bei dieser Gelegenheit fand man, daß die Thorah ganz wie sich's gehört nur g r i e ch i s ch sich übersetzen laffe (S. 5). Auch die gnostische Richtung nahm, nach der Bemerkung des