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Magazin für die Wissenschaft des Judenthums · 1880-01-01 · 1 (1880) · p. Seite 147

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Journal
Magazin für die Wissenschaft des Judenthums
Volume
7 (1880)
Issue
1 (1880)
Date
1880-01-01
Page
Seite 147 (sequence 150)
Language
German
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Die neueste Hypothese über den Priestercodex. 147 von der Schafschur (Deut. 18,4); ä) sonstige Geldspenden, welche die Priester von ihren Gönnern erhielten (2. Kön. 12, 6, vgl. Deut. 18, 8). Dazu kommt noch, daß außerhalb des?6. die den Priestern zuerkannten Gaben als ihr vollständiges Eigenthum gelten, in dessen Gebrauche ihnen keinerlei Beschränkung auferlegt wird. Der Levit (Priester) des Deut.'s verzehrt sein Theil zusammen mit anderen Armen, Wittwen und Waisen. Vorderfuß, Kinnbacken und Magen, die dem Priester gegeben werden, sind nicht heiliger als das, was dem Eigenthümer verbleibt, und nach 1. Sam. 21, 5 wurde einmal heiliges Brod an Nicht-Priester verschenkt. Daß die Priester über das Einkommen an Geldspenden, Wolle und dgl., freie Disposition hatten, ist kaum fraglich. Es liegt aber auf der Hand, daß die Gaben, welche der Priester nach Belieben verwenden konnte, für ihn mehr Werth hatten , als diejenigen, die er nur zum Selbstgenuß gebrauchen durfte. — Alles in Allem genommen, läßt sich demnach keines- Wegs behaupten, daß die Gesetze des PC. dazu angethan sind, den Neichthum und die materielleMacht der Priester zu vergrößern, und es läßt sich somit von dieser Seite kein Beweis für die Posteriorität des PC. darbringen. Wir müssen aber auch die Wahrheit der Prämisse, daß die Macht des israelitischen Klerus im höchsten Alterthum geringe gewesen und erst im Laufe der Zeiten immer mehr zugenommen habe, entschieden bestreiten. Jene Annahme steht vor Allem im 28, 4 und den Ausdruck שדי תרומות im Liede Davids 2. Sam. 1, 21). ES besteht also diese Gabe in unzubereiteten Früchten, wie ste vom Boden gepflückt werden (פדי ד,אדמה), nicht in Korn. Most und Oel. Letzteres ist wohl unter ,מ6*ד und דמע (Exod. 22, 28) zu verstehen, die von den 19 ,23) בפורים) unterschieden werden müssen. — Es ist auch unrichtig, wenn W. (S. 163) aus dem מראשית in Deut. 26, 2 schließt, daß Reschith die geheiligte Frucht über- Haupt bedeutet, welche im Ganzen von den Darbringern vor Gott verzehrt wird und von welcher die Priester nur einen Theil erhalten. Das מראשית ist vielmehr so zu erklären, wie das gleiche Wort in Num. 15, 21 (vgl. mit 15, 20), vgl. auch מאחד, Deut. 15, 7 und Ewald, Lehrbuch §. 278c. Die Rabbinen schließen aus מראשית, daß man nicht von allen Früchten Bikkurim brachte, sondern nur von den vorzüglichsten Arten, die in Deut. 6, 8 aufgezählt sind.

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