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Magazin für die Wissenschaft des Judenthums · 1880-01-01 · 1 (1880) · p. Seite 141

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Journal
Magazin für die Wissenschaft des Judenthums
Volume
7 (1880)
Issue
1 (1880)
Date
1880-01-01
Page
Seite 141 (sequence 144)
Language
German
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Die neueste Hypothese über den Priestercodex. 141 sterlichen oder levitischen Zehnten zu verstehen? Wie kann man ferner daran denken, in dem darauf (V. 32) vorgeschriebenen Viehzehnten Abgaben an die Priester zu erblicken, da hier, ganz so wie oben (V. 10) bei den Opferthieren, strengstens untersagt wird, Gutes mit Bösem oder Böses mit Gutem zu vertauschen? — Es ist also nicht daran zu zweifeln, daß der Viehzehnt zu Opfermahlzeiten verivendet und ebenso will sehr wahrscheinlich unser Abschnitt auch den andern Zehnten oder dessen Lösegeld dem Heiligthum gewidmet und zu Opfermahlzeiten verbraucht wissen. — Hütten wir nun nicht Num. 18, so würde gewiß Niemand in den Gesetzen über Zehnten und Erstgeburten einen Widerspruch zwischen PC. und Deuteronomium gefunden haben. Die Angriffe Wellhausens sind also jedenfalls ungerechtfertigt, wenn sie sich gegen den ganzen Priestercodex richten. Er hätte sich wenigstens auf das einzige Capitel Num. 18 beschränken sollen, das wohl auf andere Bestimmungen des PC. Bezug nimmt, aber sich selbst als ein nach der Empörung Korachs angeordnetes neues Gesetz kundgibt, das in den anderen Gesetzen des PC. nirgends vorausgesetzt wird. Betrachten wir nun die neuen Bestimmungen in Num. 18 in Betreff der Erstgeburt und Zehnten. Da heißt es V. 15: ״Alle Erstgeburt an Menschen und Vieh, die sie den! Herrn darbringen, soll dir (dem Aharon) gehören." Es wird also eine Abgabe, die man bisher Gott dargebracht, von nun an dem Priester zugewiesen. Wenn demnach in Deut. 15, 20 dem Jsraeliten geboten wird, das erstgeborene Thier dem Ewigen zu heiligen und es an heiligem Orte als Opfer zu verzehren, so ist da das sinaitische Gesetz Exod. 13, 2 und Lev. 27, 26 wiederholt, weil die deutervnomischen Vorschriften (wenigstens zum größten Theil) unmittelbar nach der Gesetzgebung am Sinai geoffenbart sind (nach Deut. 5, 28 - 6, 1). Nach der spätem Umänderung mußte allerdings die Vorschrift des Deut.'s auf die Priester bezogen werden, und die Priester haben nun die erstgeborenen Thiere als Opfer auf den Altar zu bringeil und in der heiligen Stadt zri verzehren (Num. 18, 17—18). — Nun könnte man in Bezug auf den Zehnten dieselbe Behaup-

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