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Magazin für die Wissenschaft des Judenthums · 1880-01-01 · 1 (1880) · p. Seite 132

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Journal
Magazin für die Wissenschaft des Judenthums
Volume
7 (1880)
Issue
1 (1880)
Date
1880-01-01
Page
Seite 132 (sequence 135)
Language
German
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132 Au- Briefen. Dokumente )1112 ק״ק genannt wird. בוחן bezeichnet hier (und wohl auch in der von mir 8ub Nr. 22 aufgeführten שו״ת des 1' משה כשאן) nicht Ofen, sondern Widdin (Bodon, bei den Griechen: Bodyn), welches von 1365 bis 1444 fast ohne Unterbrechung zu Ungarn gehörte, und wohin Juden aus letzterem Lande gezogen sind. Daß in Widdin im 16. Jahrh. wirklich eine ungarische Judengemeinde bestanden (ק״ק אונגרוש), ist aus שו״ת מהרא״נח סי' צ״ו ersichtlich. Es ist sogar nicht unwahrscheinlich, daß auch die שאלה סי׳ פ״ב in שו״ה רמ״א von dem ר׳ משה בשאן ausgegangen, der auch seine Abhandlung über בתיבת פרשיות התפילין (in meinen Berichten Nr. 21) an polnische Rabbinen (מהר״של und ר׳ שלום שבנא vergl. שו״ת רמ״א סי' ב״ה) zur Begutachtung eingeschickt hat. Von Dr. W. Bacher in Budapest. In dem letzten Hefte Ihres geschätzten Magazins finde ich auch die Bemerkung des Hrn. vr. Feilchenfeld (S. 70), in Ezech. 20, 29 wäre הבאים mit dem neuhebräischen הבאי zu erklären. Dazu erlaube ich mir die Ergänzung, daß im Targum zu dieser Stelle thatsächlich diese Jdentificirung angenommen werden muß. Daselbst wird nämlich אשר אתם הבאים שם übersetzt: האתון אתן ״ לאשתטאה המןwohin ihr kommt, um Thorheiten, Nichtigkeiten zu treiben." Der Targumist sah im Worte הבאים den Plural der Objectivform קטל vom Stamme הבא und übersetzte wohl משתטן; nachträglich wurde daraus durch Verschmelzung mit einer Glosse, welche הבאים mit אתן übersetzte, die gegenwärtige Form des Targum. — Was die Stelle selbst betrifft, so meine ich, daß der Prophet sich zum Worte במה (ohne den Artikel) eine allerdings spottende Etymologie nach Art des spätern Notarikon erlaubt hat, nämlich בא שמה — במה, wozu denn der Satz אשר אתם הבאים שם die Erläuterung bildet. *) So wollte auch Zunz beide Namen identificiren, vgl. Ges. Schriften IIIS. 274. Allein Harkavy hat im Hammagid 1879 S. 326 das Vorkommen der im jüngsten Kriege vielgenannten Stadt Plewna in jüdischen Quellen näher nachgewiesen, ohne sie aber als mit Philippopel identisch zu bezeichneu. — Br.

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