Magazin für die Wissenschaft des Judenthums
- Journal
- Magazin für die Wissenschaft des Judenthums
- Volume
- 7 (1880)
- Issue
- 1 (1880)
- Date
- 1880-01-01
- Page
- Seite 74 (sequence 77)
- Language
- German
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74 Wolfs Wie sehr die am Schluffe meiner frühern Abhandlung angeführten Worte Saadia's bei Allen, die sich mit seinem Werke beschäftigen, Beachtung verdienen, will ich hier nur an Einem Beispiele zeigen. Ein eifriger Forscher auf dem Gebiete der jüdischen Religionsphilosophie, der besonders diesem Werke eingehende Studien gewidmet, machte mich nach dem Erscheinen der ״Bemerkungen" brieflich darauf aufmerksam, daß meiner (das. S. 699 ausgesprochenen) Ansicht entgegen במדע ובהכרח (S. 15, Z. 2 v. u. d. Leipz. Ausg. v. 1859) nicht zu trennen sei, da Saadia ״die beiden letzten der drei, S. 8 erwähnten Erkenntnißquellen: והמוני מדע הטובל ודטוליטזי ידיעת מד טוההברח מביא אליו meine." Dies klingt, wenn man nur das Hebräische in Betracht zieht, ganz plausibel, ist jedoch durchaus unrichtig, da hier nur von Erkenntniß, keinesweges aber von einer ״durch Nothwendigkeit sich ergebenden" gesprochen wird und ובהכרח auch syntaktisch zum Folgenden gehört. במדע faßt die früher genannte dreifache Erkenntniß in sich: מדע הטובל ,ידיעת הנראה und ידיעת מה טוההכרח מביא אליו. Im Arabischen steht bei allen dreien: nämlich: jJU, JJüJt!*Xe und x*Jf Lo Von מדע und הכרח kann hier also gar nicht die Rede sein. — Da es meine Absicht ist, vom dritten Abschnitte ab, mit dem ich zu beginnen habe, den Wortlaut bis zum Ende des Werkes (mit Ausnahme des in der hebr. Uebersetzung ganz verworrenen siebenten und des wissenschaftlich wenig Ausbeute bietenden achten Abschnittes) in Betracht zu ziehen, so werde ich mich hierbei selbstverständlich auf das Nothwendigste beschränken müssen. Und so sei mit dem 'אבל יראה ובו (S. 70, Z. 6 v. u.) für der Anfang gemacht! Dies hat zu der unrichtigen Auffassung bei Fürst Veranlassung gegeben: ״Aber darauf müffen wir entgegnen, daß die Wohlthaten auf diesem Wege" u. s. w., während der Sinn ist: ״ja es scheint, daß seine (Gottes) Güte gegen sie (die Menschen) in dieser Hinsicht größer gewesen wäre, wenn er die mit Beschwerden (Mühen) verbundene (Mühen auferlegende) Gebote (LLlXÜs von ihnen genommen (ihnen erlassen) hätte." Hierauf folgt als Nachsatz: ״so erwie-