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Magazin für die Wissenschaft des Judenthums · 1880-01-01 · 1 (1880) · p. Seite 72

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Journal
Magazin für die Wissenschaft des Judenthums
Volume
7 (1880)
Issue
1 (1880)
Date
1880-01-01
Page
Seite 72 (sequence 75)
Language
German
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72 AuS Briefen. Von Profeffor Delitzsch in Leipzig. Reifmann hat mit S. 179 (des vorigen Jahrgangs) Unrecht. Er scheint meinen Vortrag ״Der Talmud und die Farben" nur flüchtig zu kennen. Schlagen Sie ״Nord und Süd" 1878 S. 264 nach, dort ist die Geschichte von dem schönen Laibbrod mit dem בגין דלא מסמקי אפרי ausführlich und con amore erzählt. Vielleicht berichtigen Sie dieses Falsum des sonst so kleinlich genauen Reifmann. Erklärung. Der emer. Religionslehrer M. Mannheimer in Darmstadt hatte uns i. I. 1877 eine hebräische Copie des geschichtlichen Berichts über die Judenverfolgung während des ersten Kreuzzuges, welche er von einer Handschrift in der Großherzogl. Bibliothek in Darmstadt genommen hatte, zur Aufnahme in den hebräischen Theil des Magazin zugesandt. Der Abdruck erfolgte auch im Orar tob d. I. 1877 S. 087—095. Statt eines Honorars erhielt Herr Mannheimer auf seinen Wunsch eine Anzahl von Separatabzügen mit besonderm Titelblatt, die auf Kosten des mitunterzeichneten Verlegers hergestellt wurden. Jetzt hat Herr Mannheimer diesen hebräischen Bericht zum zweiten Male und zwar im Dezember-Hefte der Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judenthums v. I., sogar mit einigen der von vr. Berliner herrührenden Emendationen, zum Abdruck gebracht. Herr Profeffor vr. Grätz erklärt im Januar-Heft d. I., daß er von dem bereits anderweit erfolgten Abdrucke Nichts gewußt habe und bemerkt außerdem brieflich an uns u. A.: ״Ich füge noch hinzu, daß Herr Mannheimer Honorar dafür von mir annahm und, erst später von mir interpellirt, eine vage Ausrede gab.״ Ein Schreiben an Herrn Mannheimer, das wir an ihn gerichtet hatten, um von ihm Aufklärung über eine solche Handlungsweise zu erlangen, hat derselbe unbeantwortet gelaffen. Wir brauchen Nichts mehr hinzuzufügen; es wird jeder ehrlich Denkende sich selbst ein Urtheil über diese Handlungsweise bild en können. Die Redaction und der Verleger des Magazin für die Wissenschaft des Judenthums. Hof-Buchdruckerei (H. Neubürger) tu Dessau.

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