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Magazin für die Wissenschaft des Judenthums · 1880-01-01 · 1 (1880) · p. Seite 67

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Journal
Magazin für die Wissenschaft des Judenthums
Volume
7 (1880)
Issue
1 (1880)
Date
1880-01-01
Page
Seite 67 (sequence 70)
Language
German
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Recensionen. 67 sowie den des ר׳א׳ש z. St. gegen den ב״ה׳ג, mit dem Hinweis darauf, daß jenes Faktum von der Freilaffung des Sklaven zum Behufs der Gesetzesvorlesung sich vollzogen haben könnte, zurückzuweisen. Sehr anregend ist auch der Abschnitt über das Tischgebet. Wohl ist das Gebot (nach Hunger stillendem Genuß bestimmter Speisen dem Spender alles Guten zu danken) ein von der Torah vorgefchriebenes; wenn nun aber dem gegenüber ausdrücklich gesagt wird, daß Moses beim Herabfallen des Manna den ersten Segensspruch, Josua nach der Besitzergreifung des heiligen Landes den zweiten und David und Salomo den dritten eingerichtet haben, so bezieht sich dies offenbar nur auf die Fassung, auf das ״Wie" des zu sprechenden Tischgebetes. Eine solche Bewandtniß hat es auch mit der תפלה überhaupt, die ja ebenfalls nach Maimonides als göttliche Satzung zu gelten hat, weil es geschrieben steht ועבדתם את ד׳ אלקיבם, was von unfern Alten auf das tägliche Gebet angewendet wird, und doch einräumt, daß das eigentliche ״Gepräge" des Gebetes erst eine Fixirung der Männer der großen Synode ist. Daß es aber überall von der Tefilah heißt תפלה דרבנן und von dem Tischgebet ברכת המזון דאודיתא, obgleich doch in Bezug darauf, daß es geschieht, beide gleich göttlichen Ursprungs und wiederum in Bezug auf die Form beide Produkte menschlicher Anordnung sind — diese nicht unerhebliche Schwierigkeit erklärt der Vers, mit Zugrundelegung eines שיטה מקובצת damit, daß während beim Tischgebet der wesentliche Inhalt der drei Segenssprüche, d. h. dasjenige, wofür man Gott danken soll, in dem Schriftworte angedeutet liegt — vergl. Berachoth 48: את ד" אלקיך זו ברכת הזן על הארץ זו ברכת הארץ הטובה זו ברכת ירושלים — ist bei der Teftlah auch deren Inhalt erst von den Weisen bestimmt worden, und darum wird also auch mit Recht jenes stets als ראוריתא und dieses als דרבנן bezeichnet. Zu dem vierten Segensspruch übergehend, breitet sich der Vers, über die Frage der Entstehung dieser ברכת הטוב והמטיב und ihrer Anschließung an das בונה ירושלים- Gebet, in sehr ausführlicher Weise aus. Hier hat aber der Vers, einen Artikel von I. Brüll in Weiß' Beth Hamidrasch 1865 S. 26 übersehen. Nach Brüll existirte bereits in den allerältesten Zeiten eine ברכה, die man nach dem Trauermahl im Hause der

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