Magazin für die Wissenschaft des Judenthums
- Journal
- Magazin für die Wissenschaft des Judenthums
- Volume
- 7 (1880)
- Issue
- 1 (1880)
- Date
- 1880-01-01
- Page
- Seite 66 (sequence 69)
- Language
- German
- Belongs to
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66 Recevsionen. Bedeutung der gesetzlich vorgeschriebenen Feier erfahre. Dieser תקנה kann man zum Theil schon durch das Vorlesen des bezüglichen Festabschnittes entsprechen. Des Nähern weist alsdann der Vers, nach, daß, wiewohl überall in Bezug auf diese Anordnung nur von פסה und עצרת und חג die Rede ist, so beziehe sich dennoch diese Tekanah auch auf das Neujahrsfest, den Versöhnungstag, sowie auf alle Sabbathe des Jahres, und findet es daher der Vers, als sehr auffallend, daß an den gewöhnlichen Sabbathen diesem 01שואלין ודורשין בעניני של ׳ in keiner Form Rechnung getragen wird. Ob indeß nicht das חשרת oi'21-Gebet, welches, weil nur aus zwei Versen bestehend, zum Vorlesen aus der Torah nicht geeignet ist (vergl. Schulchan Aruch §. 283), gerade in Rücksicht auf dieses מענ״נא דיומא in's Ritual eingeschaltet worden ist — lasse ich dahin gestellt sein. Unabhängig hiervon ist die S. 6 u. ff. entwickelte תר,גת der, außer am Sabbath und an Feiertagen auch an Neumonden, Mittelfesttagen, am Sabbath zu Mincha und am Montag und Donnerstag zu veranstaltenden קריאת ת1רח . Ueber die letzteren Tage besteht, wie der Vers, auseinandersetzt, eine Meinungsverschiedenheit zwischen dem Talmud Jeruschalmi (Megilla IV. 75. Sophrim X) und dem Babli (Baba Kama 82). Während nach elfterem diese Gesetzesvorlesung am Montag und Donnerstag erst von Esra befohlen ward, wird vom Babli auch dieses dem Moses zugeschrieben. Hierzu hätte nun auch Philo (II p. 168, 130) sowie Josephus (gegen Apion II17) herangezogen werden müssen. Nach deren übereinstimmendem Bericht soll Moses nur für Sabbathe und Feiertage Gesetzesvorlesungen angeordnet haben. An dieser Stelle widmet der Vers, der Frage: Ob auch die von Moses herkommenden Institutionell den Charakter einer rabbinischen Anordnung tragen, oder ob sie als gesetzliche Vorschriften zu würdigen seien, eine eingehende Untersuchung. Das Schlußresultat derselben lautet dahin, daß nach den allermeisten Decisoren Ersteres der Fall sei, und so ist auch die Institution der קריאת התורה mit Ausnahme von פרשת זכור nur als ein rabbinisches Gebot anzusehen. Hier nimmt indeß der Vers. Gelegenheit mit der Ansicht des ב״ח, der obige תקנה für eine ראוריתא erklärt, den Einwand Toßefot's Berachot 47: Schlagwort מצוה דרבים