Magazin für die Wissenschaft des Judenthums
- Journal
- Magazin für die Wissenschaft des Judenthums
- Volume
- 7 (1880)
- Issue
- 1 (1880)
- Date
- 1880-01-01
- Page
- Seite 64 (sequence 67)
- Language
- German
- Belongs to
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64 Recensionen. von denen jeder einzelne שער das enthält, was von einem Manne oder einer Corporation herrührt. Von den 48 Tekanoth, mit denen uns vorläufig der Verf. näher bekannt macht, kommen sieben (bei einer von denselben ist es unerwiesen) auf Moses, vierzehn auf Josua, eine aus Boas, drei auf David, ebensoviele auf Salomo, vier auf Propheten, deren Namen nicht zu eruiren sind, und die übrigen sechszehn vertheilen sich auf Esra und auf die Männer der großen Synode. Was nun den Standpunkt des Verf. anlangt, so bezeichnet er ihn selbst, am Schluffe des Vor- Wortes, als einen streng conservativen und verweisend auf die von den talmudischen Berichten abweichenden literar - historischen Ergebnisse Herzfeld's, Grätz' und Weiß' über das Alter einiger Institutionen, erklärt der Verf. auf dieselben nicht näher eingehen zu wollen. Dies darf indeß dem Verf. durchaus nicht als Mangel an Gründlichkeit vorgeworfen werden und am allerwenigsten uns bestimmen, seinem Werke von vornherein jeden wissenschaftlichen Werth abzusprechen, vielmehr wird Jeder, falls er in Erwägung zieht, daß die in Betracht kommenden, von der Ueberlieferung differirenden Ergebnisse der genannten Kritiker zumeist auf die vielfach bestrittene Annahme sich gründen, daß der Verf. der Chronik spätere Ereignisse in eine viel frühere versetzt haben soll und daß demgemäß seinen Berichten nicht zu trauen sei — eine Streitfrage, die eingehende Spezialuntersuchungen erfordert — es gewiß in der Ordnung finden, daß sich Rabb. Bloch in Bezug darauf mit einen! bloßen Hinweis begnügt hat. Was uns besondere Freude an der uns vorliegenden Arbeit bereitet, ist die durchweg logische, tief durchdachte Gedankenent- Wickelung, gepaart mit einer lebendigen, das Interesse des Lesers stets rege haltenden Darstellung. Wie meisterhaft nach Form und Inhalt ist beispielsweise schon die als Erläuterung dem ganzen Werke vorausgehende Abhandlung: über den eigentlichen Charakter der תקנה und גזירה! Während, wie der Verf. ausführt, unter dem Worte גזירה stets nur (ein Sichenthalten, ein Verbot etwas zu thun) zu verstehen sei, begreift der Ausdruck תקנה häufig ein Doppeltes in sich, Positives und Negatives, ein Ge- und ein Verbot. Sehr treffend heißt es daher im Sabbath 14: Erubin 21: ואבהי שלמה גזר ראמר רב יהודה אמר שמואל