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Magazin für die Wissenschaft des Judenthums · 1880-01-01 · 1 (1880) · p. Seite 57

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Journal
Magazin für die Wissenschaft des Judenthums
Volume
7 (1880)
Issue
1 (1880)
Date
1880-01-01
Page
Seite 57 (sequence 60)
Language
German
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Zur Lexicographie des Talmud. 57 den größten Theil seiner Erklärungen geschöpft hat — und hat ein sehr nützliches Real- und Wortregister zum Aruch, welches seit vielen Jahren in Prag unbenutzt dalag, für seine Arbeit verwerthen können. Vor Allem hat er seinen eigenen Reichthum an ausgebreiteten philologischen Kenntnissen aufgeboten und sie mit seltener Hingebung und unermüdetem Fleiße für ein eminentes Werk verwerthrt, bei dem der Verfasser gern den höchsten Ansprüchen an ein derartiges Wörterbuch genügen möchte, wie er S. I/XL der Einleitung die von ihm nach verschiedenen Richtungen erreichten Resultate Q3 an Zahl) als Vorzüge seines Werkes näher bezeichnen kann. Hieraus wäre hervorzuheben, daß Kohut die ursprüngliche oder richtige Lesart im Aruch eruirt, reichhaltige Jndices, Parallelen, Citate und Hinweise auf neuere Forschungen giebt und eine große Anzahl von neuen Artikeln hinzufügt. In dieser neuen Anlage muß allerdings der Lruok xlenus einen Umfang gewinnen, von dem man sich im Ganzen eine Vorstellung bilden kann, wenn man bedenkt, daß in den bisher erschienenen 5 Heften, in Lexicon-Format, 343 Blätter zählend, erst der Buchstabe Ales zu Ende geführt ist. Man kann allerdings mit dem Verfaffer darüber rechten, ob es nicht beffer gewesen wäre, vor Allem den Aruch nach Handschriften und der sä. xr. in seiner ursprünglichen Gestalt und mit seiner ersten Eintheilung in Perakim wieder herzustellen, seine eigenen Zuthaten aber und Forschungen in Nachträgen am Schluffe des Werkes zu sammeln. Denn in der vorliegenden Ausgabe sind die Theile des eigentlichen Textes so oft durch Parenthesen und Klammern von einander geschieden, daß man das alte klassische Kernwerk nur mit Mühe wieder erkennen oder herausftnden kann. Man muß aber mit Rücksicht auf die innere Fülle, welche durch die Forschungen und den Fleiß des Verfassers geboten wird, von der äußern Form absehen, und es muß daher die Pflicht, dem Vers, in jeder möglichen Weise, vorzüglich durch reichen Ankauf der bisher erschienenen Theile, in der weitern Ausführung förderlich zu sein, ungeschmälert bleiben. Nur das Eine wollen wir dem vr. Kohut empfehlen, bei den ferneren Theilen mit dem Raume mehr haushälterisch umzugehen, häufig statt ganzer Citäte nur einfache Hinweisungen zu geben und alle überflüssigen

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