Magazin für die Wissenschaft des Judenthums
- Journal
- Magazin für die Wissenschaft des Judenthums
- Volume
- 7 (1880)
- Issue
- 1 (1880)
- Date
- 1880-01-01
- Page
- Seite 56 (sequence 59)
- Language
- German
- Belongs to
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56 Berliner diesen Schriften über Natan b. Jechiel selbst wie über die Quellen, die er zum Aruch benutzt hat und über die Erklärungs- Methode desselben mittheilt, wollen wir unten in Verbindung mit einer andern Einleitung zum Aruch zur nähern Erörterung bringen. Bamberger theilt auch die Schlußreime, mit denen Natan, häufig zugleich in Form eines Akrostichon, jeden Buchstaben beendet, aus der Handschrift mit; für die variirenden Lesarten bringt er Belege aus verschiedenen Stellen der beiden Talmude und der dazu gehörigen Literatur, in der Bamberger eine große Belesenheit an den Tag legt. Daß eine fortgesetzte Vergleichung verschiedener Handschriften noch weitere Resultate für den ursprünglichen Text des Aruch ergeben würden, steht außer jedem Zweifel. So hat eine Aruch-Handschrift in der Angelica einen Zusatz im Artikel המת, der wohl seines Inhalts wegen frühzeitig weggelassen worden, indem es darin heißt (hiilter den Worten :(וכפי צורך השעה אבל שמעתי מגנצה ז״ל כי אם תפול שבועת של גוי על ת״ח פודין אותו ישראל ולא ישבע וגם לעמי הארץ אם תפיל להם טענה על ת״ח כדי להשביע אותו ולהוריד אותו מגדולתו כי עמי הארץ שונאין ת״ח ביותר כותב הדיין איגרת אחת מליאה כל עניני קללות שיש בתורה כולה וכשם שמוכיחין וכוי. Im Artikel זנגביל fehlt bei uns der lateinische Ausdruck, indem es in der Handschrift nach den Worten ואדום הוא noch heißt ובלשון נצר׳ קיומגה והיא צינמו. Auch im Artikel הן und כה sind Zusätze. — Nach dieser Richtung hin haben wir durch nachstehendes Werk, das vorzüglich auf Vergleichung von verschiedenen Handschriften beruht, ein reiches, sehr ülstruktives Resultat zu erwarten. Dem Verfafier des Aruok plsnu8, vr. A. Kohut, Rabbiner in Fünfkirchen, ist es gelungen, für sein Werk einen kritischen Apparat herzustellen, wie er selten zu erlangen sein dürfte. Er hat sieben Handschriften des Aruch, sämmtliche Druckausgaden, einschließlich der höchst seltenen sck. xr. verglichen, hat benutzt die handschriftlichen Commentare Rab. Chananels zu einem großen Theile der Ordnung Nesikin, und die Commentare Rab. Gerschoms zum allergrößten Theile von Kodaschim — beide sind bekanntlich die Primärquellen, woraus der Verfafier des Aruch