Magazin für die Wissenschaft des Judenthums
- Journal
- Magazin für die Wissenschaft des Judenthums
- Volume
- 7 (1880)
- Issue
- 1 (1880)
- Date
- 1880-01-01
- Page
- Seite 50 (sequence 53)
- Language
- German
- Belongs to
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50 Berliner behauptet er seinen hohen Werth als unentbehrlicher Führer und ist außerdem wegen der zahlreich in ihm enthaltenen Varianten des Talmud eine vorzügliche Qlielle für die Kritik des letzter«. Neben dem Aruch und in mancher Hinsicht über ihm steht das Lexicon chald. talm. et rabb. von Joh. Buxtorf, oder vielmehr von den Händen der beiden Buxtorfe (der Vater hat 20, der Sohn 10 Jahre des Fleißes darauf verwendet), welches seit seinem Erscheinen im Jahre 1639 der fast ausschließliche Rathgeber für christliche Fachgelehrte geworden ist. Ihm, dem Kenner des heidnischen und christlichen Alterthums bot sich ein größeres Vergleichungsfeld; er hatte außer dem Aruch selbst viele gute Vorarbeiten, besonders durch Elia Levita, und vielen Vorschub durch die zahlreich jetzt gedruckten Targumim und rabbinische Werke. In der That besteht ein Hauptvorzug des Buxtorfschen Lexicons auch in der größeren Rücksicht auf die Targumim, welche dem Aruch fehlen. Dagegen blieb Buxtorf in der Vergleichung der Wörter mit den classischen Sprachen hinter den Anforderungen zurück, welche man an ihn stellen durfte. Der ein Jahr vor ihm auftretende David Cohn de Lara (starb 1674) in seinem, speziell diesem Zwecke gewidmeten NN עיר und der 16 Jahre nach ihm austretende Benjamin Musafia haben ihn darin weit überflügelt. Das andere rabbinische Lexicon de Lara's בתר בהונה, welches nur bis zum Buchstaben ' (deck inclusive) reicht und leider selten zu finden ist, ist von Perles in der Monatsschrift Frankel's, Jahrg. 1868 (auch im Sonderabdruck erschienen) einer nähern Analyse unterzogen worden. — Was Musafia's Leistung betrifft, so zeugt sie oft von seinem Scharfblick und seiner Gelehrsamkeit, nicht minder von seiner Divinationsgabe, mit der er die Etymologie aus dem Griechischen und Lateinischen herzuleiten weiß. Hunderte von Wörtern, welche man sonst für Originale hielt, erkannte er als Fremdwörter. Leider hat er nicht, wie de Lara, die Wörter mit griechischen und lateinischen Buchstabe» bezeichnet, so daß hierdurch seine Vergleichungen selbst oft Räthsel bleiben. Auf die Leistungen von de Pomis und di Lonsano, sowie der späteren der Brüder Bondi wollen wir nicht näher eingehen, vielmehr uns der Aruch-Ausgabe von Mose Landau (Prag 1819, in 5 Bänden) zuwenden, mit der für diese Lexicographie eine