Magazin für die Wissenschaft des Judenthums
- Journal
- Magazin für die Wissenschaft des Judenthums
- Volume
- 7 (1880)
- Issue
- 1 (1880)
- Date
- 1880-01-01
- Page
- Seite 38 (sequence 41)
- Language
- German
- Belongs to
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Steinschneider noch sonst Jemand; denn man kann lügenhafte Schriften nicht anders mit der göttlichen Schrift vergleichen, als den Affen mit dem Menschen. IV. Es erübrigt uns nun, die in der Schrift selber Vorkommenden Aussprüche zu erläutern, welche zeigen, daß sie nicht göttliche Worte sind, wegen ihres Sinnes und Ausdrucks und zwar nach ihrem sder Muhammedaners eigenem Geständniß, — insoweit wir ihre Worte verstanden, — daß auch ihnen selbst der größte Theil des Buches wunderlich vorkomme. Kennten wir das ganze Buch, so würden wir uns mehr ausgebreitet haben, wir kennen aber nur einen Theil desselben und zerstreute Aussprüche, welche ihre Gelehrten als Beweis und Beleg für ihre Ansichten anführen. (1) Ich beginne also und sage: Die göttliche Absicht bei Sendung der Propheten und Mittheilung der Lehre durch dieselben an die Menschen ist die, letztere abzuwenden von Verderbten Glaubensmeinungen, welche sie von der menschlichen Vollkommenheit entfernen, und ihnen solche zu geben, durch welche sie sich Gott, gelobt sei er, nähern, damit sie die letzte (höchstes Glückseligkeit erlangen, [fol. 24 a] Da aber am entferntesten von Gott das gemeine Volk ist, das kein Jntellectuales erfaßt hat, so muß die Lehre, welche derart leiten soll, daß auch dieses Nutzen davon empfange, in einer demselben deutlichen Sprache (verfaßt) sein, keiner Vertiefung bedürfen. Dies gesteht der Stifter sder muhammed. Religion); denn so heißt es in ihrer Schrift: ״Ich habe nur gesandt einen Gesandten in der Sprache seines Volkes, damit er ihnen deutlich mache"; ferner: ״Bereits ist zu euch gekommen (das) Zeichen von eurem Herrn und haben wir euch herabgesendet ein deutliches Licht," womit die Schrift gemeint ist. Um so mehr wird, wenn der Gesendete zu einer unwiffenden Nation kömmt, seine Sendung einer deutlichen Sprache bedürfen, die man versteht. Sie gestehen aber selbst, daß dieser Gesendete zu einer unwissenden Nation gekommen, die kein Intellectuales erfaßt hat, wie die Griechen. Nachdem sie also dies Alles zugestehen, so folgt daraus, daß durch dieses ihr Buch